Werbe-Fähnchen der Freien Demokratischen Partei (FDP) (Foto: picture alliance/dpa | Armin Weigel)

Saar-FDP blickt optimistisch auf die Wahl

  25.03.2022 | 21:09 Uhr

Zum Wahlkampfabschluss verströmten die Liberalen am Freitag in Saarbrücken Optimismus. Unterstützung gab es von Parteichef Christian Lindner. Es sei "stark", dass die FDP nach zehn Jahren außerparlamentarischer Opposition vor allem aufgrund ihres Programms eine Chance auf den Einzug in den Landtag habe.

Die Wahlkampfveranstaltung am Eurobahnhof am Freitagabend in Saarbrücken ist der Schlusspunkt für einen anstrengenden Wahlkampf der Saar-FDP. Unterstützung bekamen die Saar-Liberalen dabei vom Bundesvorsitzenden und Bundesfinanzminister Christian Lindner.

Lindner kritisiert einseitige Corona-Politik

"Wir haben eine echte Chance, in den Landtag einzuziehen. Im Saarland stehen die Zeichen auch auf Wechsel", sagte Lindner am Freitag im SR-Interview. Und gerade die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass es eine liberale Stimme im Parlament brauche. Kritisch beurteilte er die Corona-Politik der Regierung von Tobias Hans (CDU). Sie sei oft sehr einseitig gewesen.

Video [aktueller bericht, 25.03.2022, Länge: 3:37 Min.]
Stimmung bei der Saar-FDP

In den jüngsten Umfragen lag die FDP um die fünf Prozent - es könnte also sehr knapp werden. Aus Sicht von Parteichef Lindner ist es aber "stark", dass die FDP nach zehn Jahren außerparlamentarischer Oppostion überhaupt eine Chance auf den Einzug in der Landtag hat - und dass ohne vorher die Bühne des Parlaments oder richtig bekannte Persönlichkeiten zu haben, sondern vor allem aufgrund ihres Programms und des Eintretens für die Freiheit.

Mit Blick auf die finanzielle Lage des Landes sagte der Bundesfinanzminister, dass er anbiete, eine Lösung für die Altschulden der Kommunen zu finden.

"GroKo lähmt das Land"

Optimistisch mit Blick auf den Wahlabend zeigte sich auch FDP-Landeschef Oliver Luksic. "Wir sind es gewohnt, dass es im Saarland oft knapp wird", so Luksic. Dieser Wahlkampf sei nicht einfach gewesen, räumt er ein, "weil der Fokus auf den beiden großen Parteien liegt".

Auch die Spitzenkandidatin Angelika Hießerich-Peter präsentierte sich zuversichtlich, dass es für den Einzug in den Landtag reicht. "Wir haben zehn Jahre Große Koalition (GroKo) im Saarland hinter uns. Wir haben gesehen, das diese GroKo unser Land lähmt." Deshalb sei die Stimmung bei dieser Wahl eine andere als bei den letzten Wahlen.

Über dieses Thema berichtet auch der aktuelle bericht vom 25.03.2022.


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