Enttäuschte Anhänger der Grünen am Wahlabend (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Knappes Grünen-Ergebnis kein Grund für Neuauszählung

Maureen Welter   28.03.2022 | 13:49 Uhr

23 Stimmen fehlen den Grünen bei der saarländischen Landtagswahl, um in den Landtag einzuziehen. Das alleine ist aber kein Grund für eine Neuauszählung, sagte Landeswahlleiterin Zöllner dem SR.

Mit 4,99502 Prozent haben die Grünen die Fünf-Prozent-Hürde bei der Landtagswahl äußerst knapp verfehlt. Am Ende verpassten sie den Wiedereinzug in den saarländischen Landtag wohl um 23 Stimmen.

Landeswahlleiterin Monika Zöllner sagte dem SR, dass auch ein so knappes Ergebnis nicht automatisch eine Neuauszählung der Stimmen nach sich ziehen werde.

Video [aktueller bericht, 28.03.2022, Länge: 2:57 Min.]
Kleine Parteien ziehen Wahlbilanz

Prüfung nur bei Unregelmäßigkeiten

Der Gemeindewahlausschuss kann bei Unregelmäßigkeiten bei der Wahl die Stimmen nochmal prüfen, zum Beispiel wenn es zu Störungen kam oder eine Urne umgeworfen wurde.

Der Kreiswahlausschuss kann nur noch rechnerische und keine inhaltlichen Prüfungen mehr vollziehen. Der Landeswahlausschuss steht mit beiden Ebenen in Kontakt.

Aktuell handelt es sich bei den Wahlergebnissen um das vorläufige amtliche Wahlergebnis. Die endgültigen Wahlergebnisse aller Wahlkreise werden am 6. April vorliegen.

Video [aktueller bericht, 28.03.2022, Länge: 3:43 Min.]
Grünen-Ergebnis ist kein Grund für eine Neuzählung

Becker mit "Funken Hoffnung"

Grünen-Spitzenkandidatin Lisa Becker sagte in Saarbrücken, sie habe nur noch einen "Funken Hoffnung", dass die Grünen es beim amtlichen Endergebnis noch über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen: "Wir gehen davon aus, dass das nicht mehr aufzuholen ist", sagte sie in Saarbrücken.

Die Partei versuche dennoch, bei den Gemeindewahlausschüssen Neuauszählungen zu erreichen.

Ein Thema in der SR 3 Region am Mittag am 28.03.2022.


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Die Landtagswahl 2022 im Saarland
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