Oliver Luksic im Interview (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Luksic für Wahlfreiheit beim Abitur

Uli Hauck   16.02.2017 | 18:02 Uhr

FDP-Spitzenkandidat Oliver Luksic ist für Wahlfreiheit beim Abitur. Er will es wie die SPD den Gymnasien überlassen, ob das Abitur nach acht oder neun Jahren abgelegt werden kann. Im SR-Live-Interview forderte Luksic neben den deutsch-französischen Gymnasien auch deutsch-englische.

Wahlfreiheit ist für den FDP-Spitzenkandidaten das Zauberwort in der Bildungspolitik. Die Schulkonferenz soll entscheiden, ob ein Gymnasium das Abitur nach acht oder neun Jahren anbietet. Eltern und Schüler sollen zwischen G8 und G9 entscheiden können, ebenfalls will Luksic eine Wahlfreiheit bei den Fremdsprachen. Neben dem deutsch-französischen Gymnasium kann er sich ein deutsch-englisches Gymnasium vorstellen.

Inklusion nicht um jeden Preis

Die Frankreich-Strategie der Landesregierung stellt der FDP-Politiker infrage. Geschäftsmodell des Saarlandes müsse die Digitalisierung sein. Das Land solle Vorreiter in der digitalen Bildung werden. Bei der Integration von behinderten Kindern, der sogenannten Inklusion, wirft Luksic der Landesregierung eine dogmatische Haltung vor. Das Ziel der Inklusion sei zwar richtig, man könne aber nicht jedes Kind in die Regelschule stecken. Zudem seien die Schulen baulich gar nicht für die behinderten Kinder ausgestattet.

Sparpotenzial bei den Landkreisen

Der Großen Koalition warf er im Interview vor, sie verschwende Geld bei Bauvorhaben wie dem Ludwigsparkstadion, dem vierten Pavillon oder dem HTW-Hochhaus. Einsparen will Luksic die saarländische Landesmedienanstalt, bei den Landesvertretungen in Berlin und Brüssel sieht er ebenfalls Sparpotenzial wie durch eine Reduzierung der Landkreise. Der Spielraum im Landeshaushalt sei extrem gering, so Luksic. Das durch Sparmaßnahmen freiwerdende Geld will er deshalb in mehr Polizisten und Lehrer stecken.


Landtagswahl 2017
Spitzenkandidaten im Live-Interview
Der Hörfunk des Saarländischen Rundfunks hat im Vorfeld der Landtagswahl am 26. März die Spitzenkandidaten der Parteien zum Interview geladen. Die Interviews wurden auf der Facebook-Seite und auf der Homepage von SR.de live übertragen. Wer die Interviews verpasst hat, kann sie hier wieder anschauen.

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