Luitpold Rampeltshammer (SPD) (Foto: Luitpold Rampeltshammer)

Bildungsministerium soll in SPD-Hand bleiben

Uli Hauck   31.03.2017 | 18:05 Uhr

Der Arbeitnehmerflügel der Saar-SPD plädiert dafür, dass die Sozialdemokraten auch in der kommenden Legislaturperiode den Bildungsminister stellen. Luitpold Rampeltshammer, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, lobte Bildungsminister Commerçon im Interview der Woche.

Bildungspolitik kläre sozialpolitische Fragen der Zukunft und deshalb sollte die SPD auf dem Bildungsministerium beharren, so das SPD-Vorstandsmitglied Luitpold Rampeltshammer. Außerdem habe man mit Ulrich Commerçon einen Bildungspolitiker, der beim Ausbau der Ganztagsschule oder der Inklusion sozialdemokratisch denke. Diese Ansicht dürfte der CDU nicht passen, denn nicht umsonst stellte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer mit Nadine Schön im Wahlkampf eine Gegenkandidatin für Commerçon auf.

Ein Ministerium für Bildung und Wissenschaft

Rampeltshammer, der an der Saar-Uni auch die Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeit leitet, sprach sich außerdem dafür aus, Bildung und Wissenschaft künftig wieder in einem Ministerium zusammenzuführen. Unabhängig davon, wer das Bildungsministerium letztlich besetzt, sollte in einem kleinen Bundesland wie dem Saarland von der Kita bis zu den Hochschulen Bildung in einer Hand sein.

Bislang war Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer auch für Wissenschaft zuständig. Diese Doppelfunktion hatte bei der Hochschulreform für Unmut an der Uni gesorgt.

Artikel mit anderen teilen