Collage zur Bildung in KiTa, Schule und Universität (Foto: dpa/SR)

SR.de-Check Bildung: Antworten im Wortlaut

 

SR.de hat den 16 zur Landtagswahl zugelassenen Parteien und Gruppierungen zum Thema Bildung folgende Fragen gestellt:

1. Streben Sie beitragsfreie Kindertagesstätten im Saarland an?
Wenn ja: Bis wann soll dieses Ziel erreicht werden? Wie sollen beitragsfreie Kindertagesstätten finanziert werden?

2. Streben Sie eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium an? Wenn ja: Bis wann und wie soll das umgesetzt werden?

3. Sind die saarländischen Hochschulen Ihrer Meinung nach ausreichend finanziert? Wenn nein: Wie müsste der Globalhaushalt der Universität ausgestattet sein?



CDU

1.

Unser langfristiges Ziel ist die vollkommene Beitragsfreiheit von Kindertagesstätten. Gerade für junge Familien sind die mit Kinderbetreuung und Schule verbundenen Kosten eine heftige finanzielle Belastung. Insbesondere solche Eltern, die beide berufstätig sind bzw. sein müssen, stehen damit regelmäßig alleine da. Daher wollen wir diese Familien besonders unterstützen und bieten einen konkreten Einstieg in die finanzielle Entlastung der Eltern. Hierzu werden wir ein Bildungskonto für jedes Kind, das ab dem 1.1.2018 geboren wird, in einem ersten Schritt mit einem Guthaben von 2.000 Euro anlegen. Damit werden Familien Kosten für Betreuung, Schulbuchausleihe oder Busfahrkarten ab dem 1.1.2020 begleichen können. 2.000 Euro entsprechen in etwa dem durchschnittlichen Erstattungsbetrag eines Regelkindergartenplatzes für 1,5 Kindergartenjahre. Damit geben wir Familien die Flexibilität, den Betrag abhängig von der jeweiligen Lebenssituation einsetzen zu können. Die dafür zu veranschlagenden 14 Mio. Euro sind eine realistische Investition in die Attraktivität des Saarlandes für junge Familien.

2.

Wir wollen Maßnahmen zur stärkeren Schulzufriedenheit, aber keine neuen Strukturdiskussionen. Schulzufriedenheit macht sich nach unserer Sicht an vielen Fragen fest: personelle Ausstattung, organisatorische Unterstützung, räumliche Ausstattung, Ausstattung mit modernen, digitalen Medien. Hier wollen wir an weiteren, schrittweisen Verbesserungen arbeiten. Wir werden das Zwei-Säulen-Modell aus Gymnasien und Gemeinschaftsschulen erhalten. Hinzu kommen die bewährten beruflichen Oberstufengymnasien, zu deren Erhalt wir uns ausdrücklich bekennen. Die Gleichwertigkeit von Gemeinschaftsschulen und Gymnasien muss auch in Zukunft gesichert werden, insbesondere im Hinblick auf Klassengrößen, Förderunterricht sowie Sach- und Personalausstattung. Es darf keine Privilegierung und keine Benachteiligung einzelner Schularten geben. Wir bekennen uns zu einer Oberstufenreform nach den Richtlinien der Kultusministerkonferenz, die die Wahlmöglichkeiten der Schüler stärkt, ohne einzelne Fächer zu benachteiligen und die Kernfächer über Gebühr zu schwächen. Diese muss gründlich vorbereitet und aus einem Guss ein. Wir fördern gezielt den Übergang von der Schule in den Beruf.

3.

Die Attraktivität unserer Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist ein wichtiger Indikator für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Mit der weiterentwickelten Innovationsstrategie und dem neuen Hochschulentwicklungsplan gibt es jetzt die notwendige Planungssicherheit, damit Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiter eine stabile und erfolgreiche Entwicklung nehmen können. Wir wollen die erarbeiteten Spielräume nutzen, um nach Jahren der auch schmerzhaften Einsparzwänge ab 2020 wieder steigende (mindestens real stabile) Hochschulhaushalte zu verwirklichen. Das heißt für uns konkret: Ab dem Jahr 2020 wollen wir die saarländischen Hochschulen durch zusätzliche Sanierungsmaßnahmen an den Hochschulgebäuden im Rahmen des dann wachsenden Investitionsniveaus teilhaben lassen und sie an dem allgemeinen Steuereinnahmewachstum beteiligen. Daraus ergibt sich bei einem Zuwachs von 2,5 % pro Jahr ein kumulierter Aufwuchs in den Jahren 2020 bis 2030 von 350 Mio. Euro.

In den letzten Jahren sind viele neue Gebäude an den Hochschulen entstanden, andere aufwändig saniert worden. Gleichwohl gibt es weiterhin steigende Sanierungsbedarfe. Die Landesregierung wird hier in der kommenden Legislaturperiode einen Schwerpunkt setzen. An der Universität müssen sowohl in Saarbrücken als auch in Homburg große Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden, dazu gehören auch die Gebäude der Philosophischen Fakultät. Als Grundlage für die Baumaßnahmen soll ein Rahmenbauplan dienen. Für die Campusentwicklung der HTW in Alt-Saarbrücken bedarf es in besonderem Maße der flankierenden Unterstützung der Stadt. Auch den baulichen Bedarf der Hochschule für Musik werden wir berücksichtigen. Das Land wird hierfür kraftvolle eigene Anstrengungen unternehmen und für die Hochschulen ein stabiles und planungssicheres Baubudget vorsehen, sich aber gleichzeitig auf Bundesebene für ein Bund-Länder-Programm Hochschulsanierung stark machen. Wir wollen die Zuständigkeiten im Hochschulbau überprüfen und gegebenenfalls neue Finanzierungsmodelle eröffnen. [zurück]


SPD

1.

Gebührenfreie Kindertagesstätten sind nicht nur ein wichtiger Beitrag zu gleichen Bildungschancen für alle, sondern auch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deshalb streben wir mittelfristig beitragsfreie Kindertagesstätten im Saarland an. Dazu werden wir die Beiträge zunächst für alle senken und sie anschließend nach und nach abschaffen.

Bereits die aktuelle Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass die Frage der Beiträge dann angegangen werden soll, wenn sich hierfür finanzielle Spielräume ergeben. Vor dem Hintergrund der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen sehen wir diese Spielräume für die nächste Legislaturperiode gegeben. Die Elternbeiträge sollen dazu  schrittweise vom Land übernommen werden.

2.

Wir streben mehr Zeit für Bildung und eine sachgerechte Reform der Oberstufe an. Wir wollen weitere qualitative Verbesserungen und die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, das Abitur „im eigenen Takt“ machen zu können. Dazu gehört für die SPD die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 am Gymnasium.

Die Umstände der Einführung von G8 haben gezeigt, dass Reformen im Dialog gemeinsam mit den Betroffenen entwickelt und durchgeführt werden müssen und nicht einfach von oben verordnet werden sollten. Deshalb wollen wir auch nicht nach der überstürzten Einführung von G8 überstürzt eine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 einführen, sondern wir wollen die Menschen bei der Entscheidung beteiligen. Dazu werden wir einen breiten Beteiligungsprozess organisieren, der den Wünschen und Forderungen von Eltern, Schülerinnen und Schülern, Verbänden, Hochschule und Wirtschaft bei der Reform der Oberstufe Rechnung trägt und an dessen Ende ein Gesamtkonzept für die Oberstufe steht, in dem es mehr Zeit für Bildung und qualitätsverbessernde Maßnahmen zur individuellen Förderung gibt, in G8 und G9.

3.

Wir brauchen nachhaltige Finanzierungskonzepte durch Land und Bund. Daher wollen wir sicherstellen, dass bereits 2018 Klarheit herrscht über die Weiterführung auslaufender Bundesprogramme wie dem Hochschulpakt, dem Pakt für Forschung und Innovation sowie dem Qualitätspakt Lehre. Wenn zwischenzeitlich zusätzliche Bundesmittel bereitgestellt werden, stellen wir sicher, dass die saarländischen Hochschulen davon profitieren.

Derzeit ist die Grundfinanzierung der Hochschulen auf Landesebene etwa durch den Globalhaushalt der Universität auf mehrere Jahre festgeschrieben. Ziel war es, Planungssicherheit zu schaffen und dafür Sorge zu tragen, dass eine ausreichende Finanzierung der Hochschule sichergestellt wird. Ab 2020, wenn der Globalhaushalt neu aufgestellt wird, werden wir die dann verfügbaren Spielräume des Landeshaushalts auch zur Verbesserung der finanziellen Situation der Hochschulen nutzen. [zurück]


Linke

1.

Ja

Die Einführung richtet sich nach der Entwicklung der Landesfinanzen und der Steuergesetzgebung. Wenn es hier keine Verbesserungen gibt, können Kindertagesstätten nur schrittweise beitragsfrei werden.

[Finanzierung, Anm. d. Red.] Durch eine gerechte Besteuerung von Millionen-Einkommen-, Vermögen und –Erbschaften. Das Saarland und seine Gemeinden haben durch die Steuergeschenke für Millionäre, Millionenerben und Großkonzerne zusammen seit dem Jahr 2000 jährlich rund 370 Millionen Euro verloren – Geld, das auch für Bildung und Betreuungsplätze fehlt.

2.

G8 auf Zuruf der Wirtschaft war ein Fehler. Deshalb müssen Gemeinschaftsschulen, die das Abitur nach 9 Jahren anbieten, gestärkt werden. Und deshalb muss es auch an einzelnen Gymnasien G9 geben.

Wir wollen an einzelnen Gymnasien G9 einführen

3.

Nein

Die Kürzungen, die CDU und SPD vorgenommen haben, waren ein Fehler, denn die Universität ist das Entwicklungszentrum unseres Landes. DIE LINKE fordert daher eine Erhöhung der Zuweisungen des Landes an die Universität um 15 Millionen Euro [zurück]


Grüne

1.

Bildung und Betreuung dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein. Dies gilt nicht nur für die Schule und die Hochschule, sondern auch für die Kitaplätze, da hier die Grundlagen gelegt werden für die gesamte spätere Entwicklung des Kindes. Daher ist es unser Bestreben, spätestens ab dem Jahr 2020, die Kita-Gebühren vollständig abzuschaffen. Sollte dies die Haushaltslage des Landes nicht früher zulassen, müssen die Gebühren gesenkt oder es muss mindestens eine einkommensabhängige Gebührenstaffelung eingeführt werden, um vor allem Eltern aus sozial schwächeren Verhältnissen finanziell zu entlasten.

Dem Saarland wird ab dem Jahr 2020 mehr Geld aus dem Bund-Länder- Finanzausgleich zur Verfügung stehen. Aus diesem Topf können die betragsfreien Kindertagesstätten finanziert werden.

2.

Wir wollen das bestehende Zwei-Säulen-Modell um eine gymnasiale Variante ergänzen, wonach an ausgewählten Standorten im Rahmen einer Schulentwicklungsplanung einige G8-Gymnasien wieder in G9-Gymnasien umgewandelt werden können.

3.

Um handlungsfähig zu sein, benötigen unsere Hochschulen eine auskömmliche, verlässliche Finanzierung. Den Sparkurs der Großen Koalition wollen wir beenden. Um die Leistungsfähigkeit der Hochschule dauerhaft sicherzustellen und auch ein gutes Studienangebot aufrechtzuerhalten, wollen wir die Grundfinanzierung deutlich stärken. [zurück]


FDP

1.

Nie wieder lernen Kinder so einfach, mühelos und gerne wie vor dem 6. Lebensjahr. Deshalb lassen sich Rückstände danach auch kaum noch aufholen. Wenn wir also Chancengerechtigkeit für jedes Kind wollen, sollten wir bei der frühkindlichen Bildung anfangen. Daher sind langfristig kostenlose Kita-Plätze mehr als erstrebenswert, aber kurzfristig in einem Haushaltsnotlageland nicht möglich. Zumal wir umgehend mehr qualifizierte Betreuer brauchen. Wir wollen, dass unsere Kitas länger geöffnet sind, damit auch Alleinerziehende und Schichtarbeiter Beruf und Familie vereinbaren können. Gute Kitas gibt es leider nicht zum Nulltarif, vor allem, wenn sie mehr sein sollen als nur Aufbewahrungsorte für unsere Kleinsten.

2.

Lernen und damit die Wissensaufnahme braucht Zeit. Nicht jedem Schüler kommt das „Turbo-Abi“ entgegen. Daher ist die FDP  für Wahlfreiheit an den Schulen. Eltern, Schüler und Lehrer sollen zwischen G8/G9 entscheiden, welches Konzept für sie am besten passt, sodass neben der Beibehaltung von G8 die Rückkehr zu einem G9 sowie ein Y-Modell, das parallele Angebot von acht- bzw. neunjährigen Bildungsgängen, als Optionen für die Schulen möglich ist. Keine Schule soll jedoch zur Rückkehr zu G9 gezwungen werden.

Andere Bundesländer haben diese Wahlfreiheit teilweise schon. Daher sollte einer schnellen Umsetzung nichts im Wege stehen.

3.

Nein, die saarländischen Hochschulen sind nicht ausreichend finanziert. Die Kürzungen von Wissenschaftsministerin Kramp-Karrenbauer waren verheerend. Alleine an den Gebäuden haben wir einen Sanierungsstau von 400 Millionen Euro. Wir fordern ein Sofortprogramm und die Bauherrenträgerschaft der Uni. Annegret Kramp Karrenbauer hat 23,5 Mio. Euro nicht einmal verbaut. Unter FDP-Wissenschaftsminister Christoph Hartmann gab es deutlich mehr Geld für die saarländische Hochschullandschaft. Neben dem Sofortprogramm brauchen wir dazu ein Hochschulfreiheitsgesetz mit höherem Globalhaushalt. Spitzenforschung ist auch im Saarland möglich. [zurück]


Piraten

1.

Dieses Ziel muss im Sinne der Förderung der frühkindlichen Bildung schnellstmöglich erreicht werden. Natürlich lassen sich dabei verschiedene Schritte gehen, von einer Teilfinanzierung bis hin zu einer Beitragsfreiheit bestimmter Jahre. An dieser Stelle dürfen wir aber keinesfalls vergessen, dass wir unbedingt eine Beitragsfreiheit für alle Kinderbetreuungsstätten anstreben, von der Krippe über die Kindertagesstätte bis hin zum Kindergarten. Für die Bildung hat unbedingt der Staat zu sorgen, denn dabei handelt es sich um eine Ressourcensicherung der Zukunft.

Das Saarland erhält im Zuge des Länderfinanzausgleichs bis 2020 mehr Geld als zuvor. Teile dieses Geldes könnten zur Finanzierung genutzt werden. Dennoch sollte eine Finanzierung für das Land kein Problem darstellen, wenn man bedenkt, dass die jetzige Landesregierung unter Führung der CDU gerne mal ein bisschen mehr ausgibt wie beim IV. Museumspavillon mit Mehrkosten von 30 Millionen Euro. Wenn Geld für solche abstrusen Bauprojekte vorhanden ist, dann muss Geld für Bildung erst recht vorhanden sein. Rheinland-Pfalz macht uns vor, wie eine solche Finanzierung funktionieren kann.

2.

Wir streben eine vollständige Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium an. Dies soll schnellstmöglich geschehen, wenn es nicht auf Kosten der Schüler geht. Dennoch ist es wünschenswert, wenn dies in den nächsten Jahren und in jedem Fall in der nächsten Legislaturperiode geschieht. Bildung ist sehr wichtig und dementsprechend darf auch diese Thematik nicht hintenanstehen. Unsere Ausgestaltung sieht hierbei vor, dass jedes Gymnasium im Saarland das Abitur in neun Jahren anbietet. Eine Wahlfreiheit lehnen wir ab, weil es für Schulen und Schüler nur problematisch wäre. Zwischen den Schulen könnte eine starke Konkurrenz entstehen. Schüler hätten in jungen Jahren sicherlich Entscheidungsprobleme oder können aufgrund ihrer Wohnsituation nur die Schule besuchen, die das System anbietet, das eben nicht präferiert wird. Des Weiteren wünschen sich die meisten Schüler und Eltern ein Abitur nach neun Jahren.

3.

Die Universität des Saarlandes hat einen Sanierungsstau von 400 Millionen Euro, Tendenz steigend. In einer solchen Situation von einer ausreichenden Finanzierung der Hochschulen im Saarland zu sprechen ist schlicht und ergreifend utopisch. Als erster Schritt muss dringend der Sanierungsstau angegangen werden. Es darf nicht sein, dass Studenten, Dozenten, Professoren und Forscher sich auf einem maroden Campus in ebenso maroden Gebäuden aufhalten. Eine Modernisierung muss dringend in Angriff genommen werden. Die Hochschulen sind ein Ort, an dem fast nicht genug finanziert und investiert werden kann. Dabei handelt es sich um den Motor des Saarlandes, der unbedingt funktionieren muss, wenn wir uns auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, aber auch auf die Chancen der Zukunft vorbereiten wollen. [zurück]


AfD

1. 

sofort

[Finanzierung, Anm. d. Red.] das wird man sehen. etwa durch einsparung beim wegfall überflüssiger verwaltung

2.

wahlmöglichkeit.

[Zeitpunkt zur Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium, Anm. d. Red.] ab sofort

3.

nein.

um im wettbewerb zu bestehen, müsste die uni besser ausgestattet sein als etwa die unis in trier, kaiserslautern, nancy und luxemburg [zurück]


Familien-Partei

1., 2. und 3.

Kita-Beiträge

Alle saarländischen Kommunen haben bei der Festlegung der Höhe der Kita-Beiträge keine Spielräume. Ohne ausgeglichene kommunale Haushalte werden nach aktueller Gesetzeslage demnach alle Kosten auf die Gebühren umgelegt werden müssen. Ob Sach- oder Personalkosten steigen, die Gebühren steigen zwangsweise mit! Eine Belastung für die Eltern. Eine Änderung kann hier nur der Landesgesetzgeber herbeiführen. Die Familien-Partei fordert dem Grundsatze nach die völlige Befreiung der Eltern von Kita-Gebühren. Die Schule ist hoheitliche Aufgabe und gebührenfrei. Warum die Kita´s nicht?

Kinder sind unsere Zukunft und unsere einzige Ressource: Bildung! Während andere bodengebundene Rohstoffe fördern, sollten wir Kinder fördern! Gebührenfreie Kitas sind nach Auffassung der Familien-Partei nichts mehr und nichts weniger als eine kleine Beteiligung der Gesellschaft an den Investitionskosten in die künftige Generation.

Die Familien-Partei verfolgt hierbei eine grundlegende Sozialreform, die sich am Gedanken eines 3 – Generationen – Vertrages entlang bewegt. Ein familienfreundlicher Umbau der Gesellschaft. Anreize, die Familien nicht länger benachteiligen. Am Ende steht ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt mit dem Kosten deckende Kitabeiträge bezahlbar sind.

Dies wird nicht von heute auf morgen gehen. Ein Landesbetreuungsgeld wäre für uns in dieser Wahlperiode daher ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg! Der Verzicht auf den 4. Pavillon hätte ein Landesbetreuungsgeld über Jahre hinaus finanziert. Daher sind Verzichte auf Leuchtturmprojekte ein bürgerfreundliches Finanzierungsmodell.

G9

Ganz eindeutig und in der Haltung klar tritt die Familien-Partei für die Rückkehr zum Abitur nach 9 Jahren ein. Diese Forderung haben wir im Unterschied zu den Mitbewerbern auch die letzten 10 Jahre vertreten.

Heute fordert die Familien-Partei erneut die Rückkehr zu G9! Bildung ist der Rohstoff unserer Gesellschaft. Die allgemeine Hochschulreife sollte mit einem breiten Wissensstand erreicht werden. Die Familien-Partei steht für Nachhaltigkeit im Bildungsbereich. Dies erreicht man nicht mit einem Turbo-Abitur G8 - ob mit oder ohne Lehrplanentrümpelung.

Auch musische, soziale, sportliche oder ehrenamtliche Betätigung in der außerschulischen Zeit sind wichtig.

Dies ist nur mit G9 vereinbar.

Wir fordern eine generelle Rückkehr zu G9. Eine Wahlfreiheit der Schulen ist landesweit nicht praktikabel. Denken wir z.B. an einen Schulwechsel. Eine derartige heutige Forderung von Mitbewerbern ist halbherzig und soll wohl über den Umgang mit dieser Thematik in Regierungsverantwortung hinwegtäuschen.

Eine Umsetzung zum Schuljahr 2018/2019 sollte erfolgen.

Hochschulen

Die Familien-Partei sieht eine gleichwertige Förderung aller Fächer und Fakultäten einer Universität als erstrebenswert an. Die Universität ist nicht ausreichend finanziert. Auch hier gilt Bildung ist Rohstoff. Die Frage der Finanzierung stellt sich daher neu. Für die Familien-Partei sind hier Hochschulen, Politik und Wirtschaft an einen Tisch zu holen, um in der Frage der Finanzierung einen zukunftsfähigen und vor allem tragfähigen Weg einzuschlagen. [zurück]


Die Reformer

1.

DIE REFORMER stehen für eine schnellstmögliche Umsetzung beitragsfreier Kitaplätze bis spätestens 2019

Die Finanzierung muss durch die Masse getragen werden. Wie soll der Generationenvertrag zur Rentenfinanzierung funktionieren, wenn es auf Dauer viel zu wenige Kinder gibt? Eine Familie mit 3 Kindern und dem Vater als alleinverdienenden Handwerksgesellen lebt an der Armutsgrenze. Wie sollen die Eltern noch Geld für die Rente zurücklegen? Klar, Mutti muss auch arbeiten, keiner hat Zeit für die Kids und was bei rauskommt? Zu Nebenwirkungen fragen sie ihren Grundschullehrer oder Förderschulpädagogen.

Durch Verschlankung von Ämtern und Behörden und allgemeiner Umstrukturierung.

2.

Wir, DIE REFORMER, wollen G8 so schnell wie möglich wieder in G9 wandeln. Der Umbau in G9 sollte genauso vorzubereiten und zu bewerkstelligen sein, wie der Wechsel von G9 auf G8. Die Chancengleichheit wird durch G8 gefährdet, da sehr viele Schüler ohne zusätzlich Nachhilfe die schulischen Anforderungen nicht mehr schaffen. Müssen wir zusehen, wie unseren Kindern die Kindheit gestohlen wird? OK, überall müssen Opfer gebracht werden, aber nicht bei unseren Kindern!

Das Erlernen von Grundwerten und Mündigkeit, Säulen unserer Demokratie, bleibt auf der Strecke. Aufgrund des niedrigeren Lebensalters unserer jungen Berufsanfänger, kann durchaus unkritisches Mitläufertum gefördert werden. Ein Jahr mehr oder weniger Zeit für Entwicklung im Leben eines jungen Menschen sind in dieser Phase oft entscheidend für die Ausbildung einer urteilsfähigen Persönlichkeit.

Im Übrigen hat die Wirtschaft ihre damalige Forderung nach G8 als falsch erkannt und zurückgenommen.

3.

Nein. Der Globalhaushalt muss an die modernen Erfordernisse unserer Zeit und an die Zukunftsfähigkeit der Universität angepasst werden. Zukunftsorientierte Projekte müssen stärker gefördert werden, um den Universitäts- und Wirtschaftsstandort Saarland für junge, aufstrebende Menschen attraktiver zu machen und auch nach dem Studium eine positive Perspektive zum Leben und Arbeiten im Saarland zu bieten.

Erste Nothilfen in diesem Zusammenhang sind:

  • Zuschüsse zum Studentenwerk zur Stabilisierung der Sozialessen
  • günstiger studentischer Wohnraum
  • vergünstigtes ÖPNV-Ticket für Studierende
  • umgehender Abbau des Sanierungsstaus
  • Förderung der Geisteswissenschaften [zurück]


Freie Wähler

1.

Wir sind der Auffassung, dass jede Investition in zielgerichtete Bildung der Kinder gut investiertes Geld ist, auch im volkswirtschaftlichen Sinne.

Ein solches Ziel ist jedoch in der gegenwärtigen Haushaltslage landesintern alleine nicht finanzierbar.

Ein möglicher Ansatz wäre ein veränderter Ansatz der Verwendung des Kindergeldes. Statt dieses ohne Zweckbindung einfach an die Eltern auszuzahlen, wäre es wesentlich sinnvoller, dieses Geld gezielt in die Förderung des Kindeswohls zu investieren.

2.

Ja, mit Nachdruck!

[Zeitpunkt zur Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium, Anm. d. Red.] Hier darf es keinen erneuten voreiligen Aktionismus geben. Hier gilt es ein schlüssiges Konzept zu erarbeiten und mit allen Beteiligten abzustimmen.

Dennoch müssen die Weichen hierfür zeitnah gestellt werden und eine Umsetzung noch in der kommenden Legislaturperiode erfolgen.

3.

Für eine positive wirtschaftliche Entwicklung des Landes und die Ansiedlung von hochqualifizierten und innovativen Unternehmen ist eine funktionierende und konkurrenzfähige Hochschullandschaft unerlässlich.

Alleine schon aus diesem Interesse heraus ist die bestmögliche Finanzierung unserer Hochschulen sowie auch allen anderen Bildungseinrichtung von existentieller Bedeutung für die Entwicklung unseres Landes.

Darüber hinaus entscheidet das Angebot an bestmöglicher Bildung und entsprechend hochqualifizierten Arbeitsplätzen über die demographische Entwicklung und damit auch über das finanzielle Leistungsvermögen des Landes. [zurück]


DBD

1., 2. und 3.

  • ja - sofort
  • auf Steuergeldverschwendung, Bankenrettung und Griechenland verzichten.

Mehreinnahmen s. 8d [Änderungen am Steuersystem, Anm. d. Red.]

G9 stufenweise einführen bis 2020, Beginn ab sofort [zurück]


Die Einheit

1., 2. und 3.

  • Beitragsfreie Kindergärten ab Mitte 2018 anstreben, indem unnötige Ausgaben z.B. NATO-Finanzierung gekürzt werden
  • Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium ab Mitte 2018
  • Kontinuierliche Weiterförderung nach Bedarf an Hochschulen bzw. Universitäten unter anderem durch neue Technologien und Kooperation mit Unternehmen [zurück]


NPD

1., 2. und 3.

Ja.  In den nächsten fünf Jahren, also in der kommenden Legislaturperiode, sollte die Beitragsfreiheit für Kindergärten umgesetzt werden. Die Finanzierung ist zu ermöglichen, indem abgelehnte Asylbewerber rigoros abgeschoben werden.

Ja, wir streben die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium an. Es hat sich gezeigt, dass der Druck auf die Schüler zu groß wird.  Auch dies wollen wir im Landtag umsetzen.

Unsere Hochschulen sind nicht ausreichend finanziert. Allein der Investitionsstau an der Universität ist katastrophal. Die Mittel für die Hochschulen sollten stark erhöht werden, dann erübrigt sich auch das Werben nach gut ausgebildeten Fachkräften außerhalb des Saarlandes. Der  Globalhaushalt der Universität sollte in den nächsten Jahren um jährlich  8% erhöht werden. [zurück]


[sic!]


Die LKR, das Bündnis Grundeinkommen und die FBU haben den SR.de-Fragebogen nicht beantwortet.

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