Mitarbeiter in einem Industriebetrieb bei der Montage (Foto: dpa)

SR.de-Check Arbeitsmarkt: Antworten im Wortlaut

 

SR.de hat den 16 zur Landtagswahl zugelassenen Parteien und Gruppierungen zum Thema Arbeit folgende Fragen gestellt:

1. Was wollen Sie tun, um Arbeitsplätze im Saarland zu halten und Neuansiedlungen zu fördern?

2. Was wollen Sie tun, um Hochqualifizierte ins Saarland zu locken?



CDU

1.

Nur eine wettbewerbsfähige und wachstumsstarke Saarwirtschaft schafft mit ihren Investitionen Arbeitsplätze und damit ein hohes Beschäftigungsniveau, das wir zur Sicherung unseres Wohlstands brauchen. Wir wollen die Gefahr reduzieren, dass wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Saarwirtschaft hauptsächlich in den Konzernzentralen von industriellen Großbetrieben außerhalb des Saarlandes getroffen werden, obwohl eine große Anzahl von Beschäftigen in unserem Bundesland tätig ist. Dies gelingt aber nur mit neuen Ansiedlungen, mutigen Erweiterungsinvestitionen, attraktiven unternehmerischen Geschäftsmodellen und risikobereiten Existenzgründern. Wir wollen das Wachstumspotential am Wirtschaftsstandort Saarland ausbauen und so neue moderne Arbeitsplätze aus eigener Kraft schaffen. Analog dazu arbeiten wir weiter an dem Ziel, Bundes- und EU-Behörden im Saarland anzusiedeln um auch auf diesem Weg zusätzliche hochwertige Arbeitsplätze im Saarland zu schaffen und zu sichern.

Wir wollen das Saarland im Vergleich zu benachbarten Wirtschaftsstandorten noch wettbewerbsfähiger und für Investoren, Unternehmen und Gründer noch attraktiver machen. Vor allem im Hinblick auf Faktoren wie Investorenbetreuung, standortspezifische Investitions-/Betriebszusatzkosten, Genehmigungs-/Regulierungskosten, Verfügbarkeit von Arbeits-, Fach- und Führungskräften und weitere standortgebundene Effekte wollen wir besser sein als unsere Wettbewerber. Hierzu zählt auch die Weiterentwicklung und Ergänzung des Masterplans Industrieflächen mit Blick auf große, zusammenhängende Industrieflächen sowie mittlere Gewerbeparks für das Handwerk. Wir werden ein Konzept zur nachhaltigen Stärkung unserer Standortqualität – in Abstimmung mit Wirtschaftsorganisationen und Kommunen – entwickeln.

Im Hinblick auf standortnahe Unternehmensfinanzierungen brauchen wir eine leistungsfähige Kreditwirtschaft im Saarland. Daher werden wir alle Prozesse, die zur Sicherung der Kreditversorgung der Saarwirtschaft durch ein wettbewerbsfähiges Angebot aus Sparkassen, Genossenschaftsbanken und privaten Kreditinstituten beitragen, unter Berücksichtigung der Arbeitnehmerinteressen konstruktiv begleiten. Die neu ausgerichtete SaarLB bleibt für uns ein Eckpfeiler der saarländischen Kreditwirtschaft.

Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriesektors ist von überragender Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Saarland. Die produzierende Industrie, insbesondere die Stahlbranche, der Automobilsektor und der Maschinenbau, zählen zu den tragenden Säulen der Saarwirtschaft. Gerade im Bereich der nachgelagerten Dienstleistungen und der Zuliefererketten hängen viele Arbeitsplätze von ihrem Erfolg ab. Wachstum, Wohlstand und wirtschaftliche Dynamik im Saarland sind untrennbar mit der unternehmerischen Entwicklung der Industriebetriebe verbunden. Um unsere hohe industrielle Kompetenz zu erhalten, müssen wir die Betriebe dabei unterstützen, ihre Produktion auf vernetzte und automatisierte Fertigungsverfahren sowie auf sich selbst steuernde Produkte und Prozesse umzustellen. Das Saarland hat eine hervorragende Forschungslandschaft. Wir werden den erforderlichen Technologietransfer und Kooperationen zwischen Forschung und Wirtschaft offensiv ausbauen und unterstützen. Die mit Wirtschaft 4.0 verbundenen Rationalisierungs- und Automatisierungsprozesse sollen weiter ausgebaut werden. Dabei wahren wir die Beschäftigungs- und Mitbestimmungsinteressen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und setzten uns für ihre Chancen und Möglichkeiten in modernen Arbeitsplätzen ein. Denn auch die traditionell sozialpartnerschaftliche Unternehmenskultur ist ein großes Standort-Plus.

Trotz hoher technologischer Kompetenz und Produktqualität ist die Wettbewerbsfähigkeit unserer energieintensiven Betriebe, vor allem der Stahlindustrie, gefährdet. Grund dafür sind klimaschutz- und energiepolitische Regulierungsvorgaben, die unsere Unternehmen gegenüber ihren chinesischen, indischen und südostasiatischen Wettbewerbern in existenzbedrohender Weise benachteiligen. Gemeinsam mit Unternehmen und Gewerkschaften werden wir uns in Berlin und Brüssel gegen zusätzliche Belastungen durch die EEG-Regelungen sowie gegen Wettbewerbsnachteile durch den Handel mit Emissionszertifikaten engagieren.

Unsere Automobilwirtschaft steht – bedingt durch neue technologische Trends wie Elektromobilität, Digitalisierung oder auch den seriellen 3D-Druck – vor großen Herausforderungen. Wir werden daher im Dialog mit den Unternehmen untersuchen, wie gut unsere Automobilwirtschaft, vor allem die Zulieferindustrie, bereits auf neue Mobilitätstechnologien, neue Mobilitätskonzepte sowie auf die immer härteren Qualitäts- und Kostenerwartungen der Automobilhersteller eingestellt ist. Dazu gehört auch die Frage, mit welchen wirtschafts- und hochschulpolitischen Maßnahmen dieser bevorstehende Strukturwandel flankierend begleitet werden muss. Auf der Grundlage dieser Handlungsvorschläge werden wir unsere herausragende Stellung unter den europäischen Automobilstandorten auch in der nächsten Dekade erfolgreich behaupten.

2.

Um das Saarland im Wettbewerb mit anderen Regionen als Wirtschafts- und Hochschulstandort, aber auch als Zuzugs- und Urlaubsregion offensiv zu präsentieren, gibt es das „Saarland-Marketing“. Neben zahlreichen Werbemitteln zählen dazu das online-Jobportal, die Recruiting-Aktionen und das Welcome-Center, das über 1.300 Migranten pro Jahr bei der Integration in den saarländischen Arbeitsmarkt unterstützt. Die neue Dachmarke „Großes entsteht immer im Kleinen.“ ist mittlerweile im ganzen Land etabliert. Wir wollen weitere Finanzierungspartner aus der Wirtschaft gewinnen, um zur Sicherung des Fachkräftebedarfs (z.B. des Handwerks, der Gesundheits- und Pflegewirtschaft) beizutragen. Wir müssen vor allem junge Menschen von den Standortqualitäten des Saarlandes überzeugen, um sie zum Herkommen oder auch zum Hierbleiben zu bewegen.

Wir wollen darüber hinaus Menschen mit Geschäftssinn und -ideen für eine Unternehmensgründung bzw. eine Unternehmensnachfolge im Saarland begeistern. Im Wettbewerb mit anderen Regionen muss das Saarland sich als attraktiver „Hotspot“ für innovative Gründer profilieren. Wir brauchen dazu innovative Formate und neue Instrumente der Existenzgründungsförderung, um das Potenzial und die Motivation zur Umsetzung innovativer Geschäftsideen zu fördern. Wir wollen im Saarland ein „Gründer-Ökosystem“ schaffen – also eine an- und aufregende Umgebung mit innovativen Rahmenbedingungen, in der es jungen Menschen Spaß macht, gemeinsam mit gleichgesinnten Jungunternehmern neue Geschäftsideen zu realisieren. Wir werden ein „Inkubator-ähnliches“ Förderkonzept umsetzen. Dazu gehört die Einrichtung einer Gründer-Lokation, die – neben Schulungs- und Veranstaltungsräumen – zeitlich befristet Bürokapazitäten (Co-Working-Spaces) zur individuellen Nutzung zur Verfügung stellt. Dort sollen Betreuungs- und Coaching-Angebote, aber auch Kommunikations- und Begegnungsmöglichkeiten für junge Gründer vorgehalten werden. Ausgewählte Gründer mit marktfähigen und technologisch innovativen Geschäftsideen sollen hier gezielt gefördert werden – und zwar sowohl durch Intensiv-Seminare „Existenzgründung“ als auch durch individuelles „Gründungs-Coaching“ auf der Basis individueller Businesspläne.

Dieses Angebot soll junge „High-Potentials“ ansprechen – und zwar sowohl im Saarland als auch an nicht-saarländischen Hochschulstandorten mit herausragender technologischer Kompetenz. Insbesondere geht es dabei um junge Wissenschaftler, die ihre Forschungsergebnisse und Produktideen in Geschäftsmodelle und Existenzgründungen umsetzen wollen. Natürlich sollen auch Erfinder mit entwicklungsreifen Ideen und Produkten sowie Fachkräfte, die mit ihrer technischen Expertise und langjähriger Marktbeobachtung ein erfolgversprechendes Produkt bzw. eine innovative Geschäftsidee entwickelt haben, das „Förderzentrum Saarland“ nutzen können. [zurück]


SPD

1.

Dies ist die entscheidende Zukunftsfrage für unser Land. Wir werden weiter eine aktive Standortpolitik mit kluger Wirtschaftsförderung betreiben, um uns im Wettbewerb der Regionen national und international gut aufzustellen. Den durch die Einigung bei den und-Länder-Finanzbeziehungen eröffneten Spielraum wollen wir auch für die Förderung von Investitionen und Innovationen nutzen, um Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Wir setzen einerseits auf die Branchen, in denen wir im Saarland besonderes Knowhow und Stärke besitzen wie die Stahlbranche. Auf der anderen Seite fördern wir gezielt Branchen mit besonderem Wachstumspotenzial: Automotive, Gesundheit und Pharmazie, Produktions- und Werkstofftechnik, IT und Kommunikationstechnologie, Dienstleistung und Tourismus. Den erfolgreichen „Masterplan Industrieflächen“ werden wir weiter umsetzen, die Entwicklung kommunaler Industrie- und Gewerbeflächen besonders fördern und gute Anbindungen an das Verkehrsnetz sicherstellen.

Investitionen in eine gute und verlässliche Infrastruktur – von Straßen bis hin zum flächendeckenden Breitbandausbau – zählen für uns dabei ebenso zu einer aktiven Standortpolitik wie die Stärkung des Hochschulstandortes und die Verbesserung des Technologietransfers. Wir sind als starker Produktionsstandort bekannt. An unseren Hochschulen findet zugleich weltweit anerkannte Spitzenforschung statt. Wir schaffen eine neue Plattform, die Wirtschaft und Wissenschaft so zusammen bringt, dass alle die Stärken und Ideen der Anderen kennen. Dazu bauen wir auch die Aktivitäten unseres Kompetenzzentrums „Power4Production“ aus, um Forschungs- und Produktionskompetenz mit dem Ziel des Technologietransfers auf dem Gebiet innovativer Produktionstechnologie effektiv zusammenzuführen. Schließlich werden wir weiterhin mit vollem Einsatz für jeden Arbeitsplatz kämpfen, falls ein Unternehmen in eine schwierige Lage geraten sollte.

2. 

Die Folgen des demografischen Wandels treffen uns im Saarland früher und mit größerer Härte als andere Länder. Wir spüren heute schon in einzelnen Branchen Fachkräftemangel. Wir verfolgen mit dem „Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar“ weiter das Ziel, das Saarland als attraktiven, wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort mit Guter Arbeit zu positionieren. Zur Sicherung des Fachkräftemangels setzen wir uns im Besonderen dafür ein, Saarländerinnen und Saarländer mit bester Aus- und Weiterbildung zu den Hochqualifizierten Fachkräften zu bilden, die wir im Land brauchen. Darüber hinaus wird sicherlich ein zusätzlicher Bedarf an Zuzug auch Hochqualifizierter bestehen. Ein starker Hochschulstandort ist der erste Schlüssel hierzu, um einmal Absolvierende für unsere Saarwirtschaft zu interessieren und zum anderen, um für zuziehende Fachkräfte und ihre Familien eine Perspektive für die Ausbildung ihrer Kinder zu bieten. Gleiches gilt für das Angebot attraktiver Arbeitsplätze für mitziehende ParternInnen. Wir werden diese Prozesse mit unserem Welcome-Center aktiv begleiten und uns auch für Werbemaßnahmen für den Standort außerhalb des Saarlandes einsetzen. Auch eine gerechte Bildungspolitik gehört für uns dazu, wenn wir an Standortpolitik denken: Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wollen wir die Einrichtung arbeitsplatznaher Kindergärten wohnortunabhängig unterstützen: Betreuung soll dort möglich sein, wo die Eltern sie für ihre Kinder brauchen. Außerdem schaffen wir die teuren Kinderbetreuungsbeiträge Schritt für Schritt ab und bauen die echten Ganztagsschulen aus. [zurück]


Linke

1. 

Was wollen Sie tun, um Arbeitsplätze im Saarland zu halten und Neuansiedlungen zu fördern? Der Schlüssel für Neuansiedlungen und Arbeitsplätze liegt in Investitionen in die Infrastruktur und in Leitinvestitionen. Die CDU hat in den 18 Jahren ihrer Regierungszeit keine größere Leitinvestition zustande gebracht, deutlich weniger investiert als andere Länder und folglich keine größere Neuansiedlung auf den Weg bringen können. Die Arbeitnehmer müssen außerdem vor Finanzinvestoren geschützt werden (Beckinger Schraubenwerke). Das geht am besten über eine stärkere Beteiligung der Belegschaften an ihren Unternehmen.

2. 

Was wollen Sie tun, um Hochqualifizierte ins Saarland zu locken? Die Kürzungen an der Universität müssen zurückgenommen und neue Schwerpunkte etwa in der Medizintechnik gesetzt werden. [zurück]


Grüne

1.

Zur Sicherung und Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze muss das Saarland einerseits seine industriellen Wurzeln nutzen, sich andererseits aber auch unabhängiger von großindustriellen Strukturen machen.

Die Kompetenz im Bereich der industriellen Wertschöpfung muss mit den Bereichen der Digitalisierung und der Energiewende bestmöglich verknüpft werden. Hierzu gehört die Förderung von Clustern im Automobilbereich und der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Automobilindustrie. Gleichzeitig sollen vor allem energieeffiziente und ressourcenschonende industrielle Produktionsverfahren vorangebracht werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Einführung und Umsetzung von Industrie 4.0.

Den Strukturwandel vorantreiben bedeutet auch die Ausweitung des mittelständischen Sektors als dem stabilen Rückgrat der Saarwirtschaft zu fördern. Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist im Saarland die mittelständische Kultur deutlich unterentwickelt. Insbesondere den Kleineren und Mittleren Unternehmen (KMU), den Familienunternehmen, Selbständigen, Gewerbetreibenden und Handwerksbetrieben gilt unser Augenmerk.

Zu einem Wirtschaftsstandort der Zukunft gehört eine ausgeprägte Gründerkultur. Wir wollen deshalb Startups erfolgsorientiert fördern und gleichzeitig die Risiken des Scheiterns durch professionelle Unterstützung nachhaltig minimieren. Hierzu gehören der einfachere Zugang zu Kapital, die Bereitstellung und Ausbildung von Fachkräften und Hilfestellung beim digitalen Wandel und Technologietransfer.

Wichtiger Schwerpunkt der saarländischen Standortpolitik muss die Förderung der Hochschullandschaft als Grundlage für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer sein. Hochschulen sind die Orte, wo die Gründer von morgen sitzen, wo Innovationen geschaffen werden und Fachkräfte ausgebildet werden. Sie sind die Basis wirtschaftlichen Wachstums. Deshalb wollen wir die Hochschulen finanziell besser ausstatten und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft besser fördern.

2.

Jungen Familien und Nachwuchskräften sollen aussichtsreiche Perspektiven und Anreize für ein gutes Leben im Saarland geboten werden. Hierzu zählen natürlich einerseits attraktive Arbeitsplätze. Es kommt aber auch auf die Qualität der Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur und die hiesigen Studienbedingungen an unseren Hochschulen an.

Neben der Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze durch die oben genannten Maßnahmen wollen wir deshalb einen Schwerpunkt im Bereich der Bildung legen – vom frühkindlichen Bereich bis zur Hochschulbildung. Wir wollen den Kita- Ausbau weiter vorantreiben und die Kita-Beiträge im Saarland senken und mittelfristig abschaffen. Im Schulbereich kommt es uns auf eine verbesserte Schüler-Lehrerrelation an und im Hochschulbereich wollen wir den Sparkurs stoppen.

Eine immer größere Rolle in der Standortpolitik spielt das Marketing. Wir setzen dabei auf Maßnahmen, die dem strukturellen Wandel im Saarland auch thematisch gerecht werden. Vor allem die weltweit anerkannte Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz und der Informationstechnik können dem Land als positiver Werbeträger dienen. Ein hohes Bildungs- und Qualifikationsniveau, ein breites kulturelles Angebot, das vom kulturellen Reichtum der Großregion profitiert und die Profilierung als europäische Kernregion an der Schnittstelle zum frankophonen Raum sollen hierfür die Schlüsselbegriffe sein. [zurück]


FDP

1.

Die Rahmenbedingungen müssen sich im Saarland deutlich verbessern. Die Freien Demokraten stehen für die Soziale Marktwirtschaft und Mittelstand. Mit schnellem Internet und modernen Verwaltungen wollen wir die Digitalisierung anführen und gestalten und Bürokratie abbauen. Estland ist uns hier Vorbild. Die guten Ideen wollen wir zum mit einem Starterzentrum für Existenzgründer zum Bleiben bewegen. Das Saarland muss auch mehr Industrieflächen ausweisen.

Eine leistungsfähige Gesellschaft braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Wir wollen nicht länger auf Substanz leben und unsere Straßen verkommen lassen.

Das Saarland ist unter der Großen Koalition zum Hochsteuerland geworden. Wir wollen Entlastung für Bürger und Unternehmen. Zudem haben wir in Deutschland mittlerweile doppelt so hohe Stromkosten wie andere OECD-Staaten. Das trifft vor allem unser Bundesland, wo kaum noch energieintensive Unternehmen investieren. Mit der Abschaffung des EEG und einer ideologiefreien Energiepolitik sorgen wir wieder für eine bezahlbare, vernünftige und sichere Stromversorgung.

Kurz und knapp: Wir wollen weniger konsumtive Ausgaben und mehr Investitionen in die Zukunft. Dadurch schaffen wir die besten Rahmenbedingungen für gute Jobs und werden attraktiv für Unternehmensinvestitionen.

2.

Die klügsten Köpfe werden durch die besten Rahmenbedingungen angelockt. Dazu brauchen wir in Deutschland auch endlich ein Einwanderungsgesetz, um die Zuwanderung in unser Land nach unseren eigenen, legitimen Interessen zu steuern.

Die Französischpflicht in saarländischen Schulen ist falsch und ein Hemmnis für Arbeitnehmer mit Kindern aus einem anderen Bundesland ins Saarland zu ziehen. Dies wollen wir ändern. Wir werden auch die Kürzungen in der Kulturpolitik - wie bei den Musikfestspielen - rückgängig machen. [zurück]


Piraten

1.

Jeden derzeit im Saarland bestehenden Arbeitsplatz wird niemand langfristig halten können, da Automatisierung und Digitalisierung auf lange Sicht gesehen einen gewissen Teil der derzeit bestehenden Arbeitsplätze kosten werden. Dennoch muss im Saarland eine gewisse Anzahl an Arbeitsplätzen zur Verfügung stehen. Inzwischen kristallisiert sich immer stärker heraus, dass die IT-Branche die Branche der Zukunft ist, weswegen genau diese gefördert werden muss. Besonders in einer Kooperation mit der Universität und dem Sciene Park existieren hier gewisse Möglichkeiten.

2.

Genau dafür sind Hochschulen und Arbeitsplätze notwendig, die auf die Bedürfnisse und Anforderungen hochqualifizierter Menschen eingehen. Wir haben im Saarland einen internationalen Standort für IT geschaffen. Sowohl die Universität als auch der Sciene Park sind mittlerweile bedeutende Größen. Hier muss dringend mehr vom Land investiert werden, um solch einen wichtigen Motor des Saarlandes zu fördern. Daneben muss natürlich auch bedacht werden, dass wir versuchen sollten, unsere wirtschaftliche Situation so zu ändern, dass Hochqualifizierte das Saarland gar nicht erst verlassen beziehungsweise nach einer weiteren Qualifizierungsphase außerhalb des Saarlandes wieder ins Saarland zurückkehren. [zurück]


AfD

1. 

das ist eine ganzheitsaufgabe. das saarland als ganzes muss besser werden (infrastruktur, verkehrsanbindungen,  bildung, freizeit und und)

2. 

 entsprechende arbeitsmöglichkeiten schaffen und entsprechend bezahlen. dazu kommt das zu 1.1 angeführte [zurück]


Familien-Partei

1. und 2.

Arbeitsplätze stellt letztlich die Wirtschaft zur Verfügung. Daher reden wir bei dieser Frage über Wirtschaftsförderung und Anreize für die Wirtschaft die für die Familien-Partei 4 Aspekte beinhaltet:

  • Hemische Kaufkraft in heimische Wirtschaft: Einführung einer Landesregionalwährung
  • Gezielte Förderung von Zukunftsbranchen
  • Infrastrukturerhalt und –ausbau
  • Beschäftigungsabhängige Unternehmensbesteuerung

Daher fordert die Familien-Partei die Einführung einer landesweiten Regionalwährung, nicht als lokaler Marketinggag, sondern konzeptionell durchdacht zum Erhalt der heimischen Kaufkraft und Stärkung des Mittelstandes im Lande. Die Tauschfunktion des Geldes soll in den Vordergrund rücken. Es nützt unserer Gesellschaft nicht, wenn Einkünfte eine Polarisierung in Vermögende und Arme erzeugen. Es nützt unserer Gesellschaft nicht, wenn geschaffenes Kapitalvermögen auf den Konten liegt und vor allem global „arbeitet“. Anforderungen an die Regionalwährung: jederzeitige Verfügbarkeit, höhere Umlaufgeschwindigkeit als der Euro, 1:1 – Kopplung an den Euro, in der Endstufe Ausgabe öffentlicher Gehälter in Regionalwährung, Einfachheit in der Nutzung. Annahmebereitschaft der Bevölkerung durch Förderung währungsimmanenter, sozialer Projekte. Die Regionalwährung funktioniert dank moderner Informationstechnologie bargeldlos. Die höhere Umlaufgeschwindigkeit wird dadurch erreicht, dass Geld Verfallstage hat. Ein Gedanke, der heutzutage in der Diskussion negativer Zinsen sicher zu verstehen ist. Aufzahlungen auf den ursprünglichen Wert, sowie Rücktausch in Euro bewirken die Volumina, die ausschließlich sozialen Projekten zur Verfügung stehen.

Eine landesweite Regionalwährung stärkt die heimische Wirtschaft und damit die Beschäftigung.

Selbstverständlich ist eine Zuwendung zu Zukunftstechnologien und Zukunftsbranchen nahe liegend. Diesen Gedanken werden wir nicht exklusiv haben. Veränderungsprozesse sind heute aber extrem schnell und auch nicht immer bedeuten sie nur „Fortschritt“. Zudem steht das Saarland nach verpasstem Strukturwandel nicht in der optimalsten Ausgangsposition. Ein zum Land passender, optimaler Branchen-Mix wäre zu diskutieren und zu evaluieren. Hierzu würde die Familien-Partei zudem eine Ethik-Kommission fordern, die hier maßgeblich mitwirkt und die gesamtgesellschaftlichen Belange mitberücksichtigt.

Was sicher nötig ist und am Ende starke Beschäftigungseffekte erzielen wird, wäre der Erhalt- und der Ausbau der Infrastruktur. Nicht erst seit der Fechinger Talbrücke – und man wird sehen, wie lange der Fahrbetrieb darüber gehen wird – wankt die Infrastruktur im Saarland. Die klassischbauliche Infrastruktur gilt es zu erhalten, die digitale massiv auszubauen. Hier sind deutlich mehr Anstrengungen nötig.

Last, but not least strebt die Familien-Partei eine humanorientierte, beschäftigungsabhängige Unternehmensbesteuerung an. Waren Unternehmen in den 50er stolz auf viele Beschäftigte, sind es heute oftmals nur die nackten Gewinnzahlen. Für die Politik ist Zeit hier eine steuerliche Veränderung, neue Anreize hin zum Menschen vorzunehmen. [zurück]


Die Reformer

1.

  • Steuervergünstigungen bei Neugründung und Erweiterung von Industrie, Gewerbe und Betrieben.
  • Zeitbegrenzte Ausnahmen bei hohen Umweltschutzauflagen für gefährdete Betriebe.
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für Industrie und Handel
  • Verbesserung der Infrastruktur und Verkehrsanbindung

2.

  • Schaffung moderner Forschungsmöglichkeiten von staatlicher Seite
  • Das Saarland für berufstätige Familien attraktiv machen, z.B. durch beitragsfreie Kitas
  • Erleichterung der Neuansiedlung im Saarland durch eine Senkung der Grunderwerbssteuer
  • Neues Bauland an attraktiven Standorten und in der Nähe von Industrie und Gewerbegebieten erschließen.
  • Die Saarländischen Straßen ertüchtigen, dies freut nicht nur die Hochqualifizierten. [zurück]


Freie Wähler

1.

Ein starkes Unternehmertum braucht ein starkes Umfeld. Die Wirtschaft blüht dort, wo sie die besten Rahmenbedingungen vorfindet. Allerdings sehen wir, dass bestehende Defizite in diesem Bereich oft nicht beseitigt und häufig noch zusätzliche Hürden aufgebaut werden. Wir wollen durch pragmatische Vorschläge unsere Unternehmen stärken, um uns erfolgreich im internationalen Wettbewerb behaupten zu können.

2.

Hier gilt es attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen und deren Mitarbeiter zu schaffen, damit sich die bewusste Entscheidung für den Standort Saarland für sie lohnt.

Hierzu müssen wir u.a.

  • die Bildungs- und Betreuungsangebote nachhaltig verbessern, auch um durch gute Bildung die klugen Köpfe von Morgen hervorbringen zu können,
  • die passende Verkehrs-, Kommunikation- und Versorgungs-Infrastruktur zur Verfügung stellen,
  • die Wohn- und Lebenssituation ausbauen und verbessern,
  • die ländlichen Strukturen fördern und stärken,
den Erholungswert in intakter Natur erhalten. [ zurück]


DBD

1. und 2.

  • Fachausbildung forcieren, Baugrund kostenfrei für gewerbliche Zwecke.
  • Ein sauberes Saarland schaffen - Bahnhöfe etc. [zurück]


Die Einheit

1. und 2.

  • Innovative Technologien und Ideen fördern
  • Kooperationen mit Hochschulen/ Universitäten
  • Hochqualifiziertes Personal frühzeitig abgreifen und im Unternehmen integrieren [zurück]


NPD

1. und 2.

Wir wollen ein Aufbau- und Investitionsprogramm für Westdeutschland, insbesondere für die einstigen Industriereviere. Nach dem Aufbau Ost, dieses Programm und dem Solidaritätszuschlag, sollten nunmehr die bisher vernachlässigten Wirtschaftsbereiche im Westen auf- und ausgebaut werden.

Wir wollen erst einmal verhindern, dass nach wie vor hochqualifizierte Bürger unser Bundesland verlassen. Hier ist es erforderlich  mehr Anreize für den Verbleib in der Heimat zu schaffen. Darüber hinaus könnten abgewanderte Saarländer wieder zur Rückkehr bewogen werden. [zurück]


[sic!]


Die LKR, das Bündnis Grundeinkommen und die FBU haben den SR.de-Fragebogen nicht beantwortet.

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