Abstimmung per Handzeichen (Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)

Männer dominieren die Wahllisten

Thomas Braun   08.03.2017 | 06:30 Uhr

Insgesamt 370 Kandidaten schicken die Parteien bei der Landtagswahl am 26. März ins Rennen um die 51 Abgeordnetenplätze. Dabei gibt es große Unterschiede beim Durchschnittsalter und der Frauenquote der Parteien. Für eine Besonderheit sorgt die SPD.

Die SPD ist die einzige der 16 zur Wahl zugelassenen Parteien, die ihre Kreis- und Landeslisten konsequent alternierend mit Männern und Frauen besetzt hat. Die Frauenquote liegt bei 48 Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt aller Parteien von 29,7 Prozent. Ebenfalls überdurchschnittlich hoch ist die Quote bei den Grünen (44,4) und der Linkspartei (41,4).

CDU: Lange Listen, junger Altersschnitt

Während die Grünen beim Alter ihrer Kandidaten im Schnitt aller Parteien liegen, sind die Kandidaten der Linkspartei annähernd fünf Jahre älter. Den niedrigsten Altersschnitt unter den großen Parteien hat die CDU mit 44 Jahren - jünger sind nur die Kandidaten der Piraten und der Partei Die Einheit. Die CDU hat allerdings auch die mit Abstand meisten Listenkandidaten - 92 an der Zahl. Nur gut ein Fünftel darf sich nach den derzeitigen Umfragewerten aber Hoffnungen machen, später in den Landtag einzuziehen. Und diese aussichtsreichen Listenplätze sind überwiegend mit älteren, erfahrenen Landtagsabgeordneten besetzt.

Wird AfD-Chef Dörr der älteste Abgeordnete?

Die AfD hat unter den sechs großen Parteien mit 55 Jahren den höchsten Altersdurchschnitt. Insgesamt höher ist er nur bei den Reformern und der Freien Bürger Union (FBU). AfD-Landeschef Josef Dörr wäre bei einem Einzug in den Landtag der mit Abstand älteste Abgeordnete des künftigen Parlaments. Dörr wird im kommenden Jahr 80 Jahre alt.

Die AfD hat unter den Parteien, die realistische Chancen auf einen Einzug in den Landtag haben, auch die niedrigste Frauenquote. Nicht einmal jeder fünfte Listenkandidat ist eine Frau. Nur bei der FDP ist die Quote unter den großen Parteien ähnlich niedrig.

Männerparteien Reformer und Einheit

Bei den Kleinparteien Die Reformer und Die Einheit findet sich sogar keine einzige Frau unter den Kreis- und Landeswahlvorschlägen. Umgekehrt schickt die FBU nur Frauen ins Rennen. Mit gerade einmal zwei Kandidatinnen im Wahlkreis Neunkirchen ist es aber auch die kürzeste Wahlliste.

Über dieses Thema wurde am 8. März 2017 auch in den SR-Hörfunknachrichten berichtet.

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