Auf einer Europaflagge steht das Wort «Wahl» mit Scrabble-Buchstaben (Foto: Patrick Pleul/dpa)

Grüne und Freie Wähler werben für Europawahl

mit Informationen von Martin Brinkmann   09.05.2019 | 20:46 Uhr

Der Wahlkampf für die Europawahl am 26. Mai ist in vollem Gange. Die Spitzenkandidaten der einzelnen Parteien reisen durchs Land, um für sich zu werben. Am Donnerstag waren Ska Keller von den Grünen und Ulrike Müller von den Freien Wählern zu Gast im Saarland. Beide haben bereits einen Sitz im EU-Parlament.

Die Grünen-Spitzenkandidatin, Ska Keller, sprach sich am Donnerstag dafür aus, dass die innereuropäischen Grenzen weiter abgebaut werden und die Außengrenzen durchlässig bleiben: "Bei Schutzsuchenden müssen wir immer helfen". Anders sei die Situation aber bei der Migration, bei der es nicht um Flucht sondern um die die Suche nach einem besseren Leben ginge. Da könne der Staat entscheiden, wie viele Menschen pro Jahr aufgenommen werden.

Video [aktueller bericht, 09.05.2019, Länge: 2:28 Min.]
Spitzenkandidaten im Europawahlkampf

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Freien Wähler möchten hingegen bei den Lebensbedingungen in den Herkunftsländern ansetzen, um den Migranten dort eine Zukunft zu ermöglichen. "Das beinhaltet Entwicklungshilfe, aber auch Hilfe zur Selbsthilfe, die wir tatsächlich in den Ländern leisten müssen", äußerte sich Spitzenkandidatin Ulrike Müller am Donnerstag zum Parteiprogramm. Das Thema Migration soll nach Ansicht ihrer Partei auf EU-Ebene entschieden werden, regionale Themen, wie die Wasserversorgung vor Ort.

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