Wahlhelfer sitzen hinter einer Wahlurne (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Ohne Wahlhelfer keine Wahl

Leonie Rottmann   16.05.2019 | 13:01 Uhr

Zwischen 9000 und 10.000 Ehrenamtliche aus dem Saarland werden bei der anstehenden Europa- und Kommunalwahl als Wahlhelfer dafür sorgen, dass alles ordnungsgemäß abläuft. Sie organisieren und überwachen die Wahlabläufe, erklären Bürgern bei Bedarf die Formalitäten und zählen schließlich die Stimmen aus.

Wahlhelfer machen eine demokratische Wahl überhaupt erst möglich. Rund 10.000 Menschen sorgen am Wahltag 26. Mai im Saarland für einen reibungslosen Ablauf. Sie sind von der Vorbereitung über die Auszählung der Stimmen bis zur Weiterleitung der Ergebnisse zuständig.

In Saarbrücken werden Wahlhelfer gesucht
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 17.05.2019, Länge: 03:12 Min.]
In Saarbrücken werden Wahlhelfer gesucht

Der Ablauf am Wahltag

„Die Wahlhelfer öffnen morgens um Punkt 8.00 Uhr die Türen der Wahllokale und sorgen dafür, dass die Wahl pünktlich um 18.00 Uhr endet“, sagt Andreas Bittner, stellvertretender Landeswahlleiter. Alle Bürger, die sich bis 18.00 Uhr im Wahllokal befinden, dürfen dann nach Ablauf der Zeit noch ihre Stimmen abgeben. Der Einsatz der Helfer beginnt aber noch vor der Öffnung des Lokals. Etwa eine Stunde vor Beginn helfen sie bei der Einrichtung des Wahllokals – sie stellen zum Beispiel Schilder, Tische und Wahlkabinen auf.

Übersicht
Kommunalwahlen 2019
Am 26. Mai hat im Saarland nicht nur die Europawahl stattgefunden, sondern zeitgleich auch die Kommunal- und Direktwahlen. Am 9. Juni waren die Bürger in 13 Kommunen zudem zur Stichwahl aufgerufen.

Am Wahltag sind alle ehrenamtlichen Helfer für bestimmte Bereiche zuständig: Sie überprüfen die Wahlberechtigungen, indem sie die Personalausweise mit dem Wählerverzeichnis abgleichen und dort die Wahlteilnahme vermerken. Nur, wer im Verzeichnis gelistet ist, darf auch wählen.

Außerdem geben sie die Stimmzettel heraus, geben die Wahlurne zur Stimmabgabe frei und unterstützen die Bürger bei Problemen bei den Wahlformalitäten. Sie achten beispielsweise darauf, dass jeder die Stimmzettel richtig faltet und in die Urne steckt. Der Zettel muss so gefaltet werden, dass beim Einwurf nicht sichtbar ist, wie gewählt wurde, ansonsten wird die Stimme nicht gezählt. Nach Schließung des Wahllokals zählen sie die Stimmen öffentlich aus und melden das Wahlergebnis an die Kreis- oder Stadtwahlleitung.

Wahlhelfer kann jeder werden

Wer Wahlhelfer werden möchte, muss für die jeweilige Wahl wahlberechtigt sein und sich bei seiner Gemeinde melden. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich, die Wahlhelfer bekommen aber ein „Erfrischungsgeld“. Der Betrag variiert von Wahl zu Wahl und zwischen den Bundesländern, liegt aber bei mindestens 21 Euro.

Wenn einem Wahlamt Helfer fehlen, können Bürger dazu verpflichtet werden. „Im Saarland ist die Bereitschaft sehr groß, sodass eine Verpflichtung noch nicht vorgekommen ist“, sagt Andreas Bittner. Mit den rund 10.000 Wahlhelfern ist das Saarland auch für die anstehende Europa- und Kommunalwahl ausreichend versorgt.

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