Ein Wahlzettel wird in eine Wahlurne gesteckt.  (Foto: picture alliance/Bernd Weißbrod/dpa)

Rekord-Wahlbeteiligung im Saarland

  27.05.2019 | 09:11 Uhr

Die Bürger im Saarland und in Rheinland-Pfalz haben sich im Vergleich der Bundesländer am stärksten an der Europawahl beteiligt. In Saarland waren es 66,4 und in Rheinland-Pfalz 64,9 Prozent, wie aus einer Analyse der Landeswahlleitung vom Montag hervorgeht.

Im Vergleich zur letzten Europawahl 2014 stieg die Wahlbeteiligung im Saarland um 12,3 Prozentpunkte, in Rheinland-Pfalz um 7,9. In St. Wendel lag die Wahlbeteiligung bei 74,4 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Dieser lag bei rund 61 Prozent.

Großes Interesse an der Wahl gab es in Rheinland-Pfalz im Kreis Südliche Weinstraße mit 71,5 Prozent, vor der Südwestpfalz (71,1), dem Kreis Mainz-Bingen (70,8) und dem Kreis Trier-Saarburg (70,2). In der Stadt Pirmasens machte nur jeder zweite Bürger (49,9 Prozent) von seinem Wahlrecht Gebrauch.

Insgesamt war die Beteiligung in den Landkreisen (66,5 Prozent) wie bei allen bisherigen Europawahlen höher als in den kreisfreien Städten (59,9 Prozent). Allerdings gab es in Mainz mit 13,1 Prozentpunkten auch den höchsten Zuwachs in der Wahlbeteiligung.

Europawahl 2019
Union vor Grünen, SPD verliert deutlich
Die SPD hat bei der Europawahl schwere Verluste erlitten. Laut dem vorläufigen Ergebnis hat die Partei über elf Prozentpunkte verloren und kommt nur noch auf 15,8 Prozent. CDU und CSU erleiden mit gemeinsam 28,9 Prozent Verluste, bleiben aber stärkste Kraft. Laut dem vorläufigen Ergebnis für das Saarland ist die CDU auch in der Region die stärkste Partei. Die Grünen haben deutlich zugelegt. Aus dem Saarland wird es im nächsten Parlament keinen Europaabgeordneten geben.

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