Bundestagswahl 2021: Vorläufiges Ergebnis  (Foto: tagesschau)

SPD gewinnt vor Union

  27.09.2021 | 08:35 Uhr

Die SPD ist der Gewinner der Bundestagswahl. Nach Auszählung aller Wahlkreise liegt sie mit 25,7 Prozent vor der Union, die 24,1 erreicht. Die Grünen werden drittstärkste Kraft und erreichen 14,8 Prozent. Die Linke liegt bei 4,9 Prozent.

Nach Auszählung aller Wahlkreise wird die SPD laut Bundeswahlleitung stärkste Kraft im neuen Bundestag. Mit 25,7 Prozent der Wählerstimmen legen die Sozialdemokraten 5,2 Prozentpunkte zu im Vergleich zur Wahl 2017.

Bundestagswahl 2021: Gewinne und Verluste der Parteien im vorläufigen Ergebnis (Foto: tagesschau)

Die Union aus CDU und CSU liegt laut der Hochrechnung knapp hinter der SPD. Mit 24,1 Prozent verliert die Union 8,9 Prozentpunkte. Es ist das bislang schlechteste Ergebnis der Union bei einer Bundestagswahl.

Die Grünen werden im neuen Bundestag drittstärkste Kraft - sie verbessern ihr Ergebnis auf 14,8 Prozent (+5,8), legen aber weniger stark zu als Umfragewerte zu Beginn des Jahres hatten vermuten lassen.

Dahinter liegen FDP (11,5 Prozent, +0,7) und AfD (10,3 Prozent, -2,3).

Linke bleiben im Parlament

Die Linke kommt auf 4,9 Prozent (-4,3) und verpasst die Fünf-Prozent-Hürde knapp. Allerdings konnte sie drei ihrer zuletzt fünf Direktmandate verteidigen und damit laut Grundmandatsklausel entsprechend ihres Zweitstimmenergebnisses ins Parlament einziehen.

Sonstige Parteien liegen bei 8,7 Prozent.

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Audio [SR 3, Dorothee Scharner / Simin Sadeghi / Dirk Van den Boom, 26.09.2021, Länge: 07:15 Min.]
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Mit diesem Ergebnis würde es erneut für eine Große Koalition reichen. Auch eine sogenannte Ampel aus SPD, Grünen und FDP oder die sogenannte Jamaikakoalition aus Union, Grünen und FDP hätten eine Mehrheit. Rot-Rot-Grün ist dagegen keine Option mehr. Die FDP hatte vor der Wahl deutliches Interesse geäußert, an der kommenden Regierung beteiligt zu sein.

In Vorwahlumfragen von Infratest dimap hatten sich die meisten Befragten bei der Frage nach einer "guten Koalition" für eine Große Koalition ausgesprochen, noch vor Ampel (SPD, Grüne, FDP) und Jamaika (CDU, Grüne, FDP).

SPD und Union mit Regierungsanspruch

Schon nach den ersten Hochrechnungen beanspruchten sowohl Armin Laschet (CDU) als auch Olaf Scholz (SPD) die Regierungsbildung für sich.

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte in Bezug auf mögliche Koalitionen, die Union erhebe den Anspruch, die kommende Regierung anzuführen, schränkte aber ein: „Es darf kein Regieren um jeden Preis geben. Es gibt Punkte, die der Union einfach wichtig sind.“




Alle Ergebnisse interaktiv im ARD Wahlmonitor:


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