Die Sonne scheint durch die Kuppel des Berliner Reichstags-Gebäude. (Foto: dpa)

Zehn Saarländer ziehen in den Bundestag ein

Caroline Uhl   25.09.2017 | 10:40 Uhr

Zehn Abgeordnete aus dem Saarland werden dem neuen Bundestag angehören. Neben den drei Direktkandidaten der CDU und einer SPD-Direktkandidatin sind das zwei Abgeordnete der SPD und jeweils ein Vertreter von Linkspartei, Grünen, AfD und FDP. Das geht aus dem vorläufigen Endergebnis des Bundeswahlleiters hervor.

Für Eilige: Hier geht es zur Liste im Überblick.

Die letzten Zahlen kamen kurz vor 4.00 Uhr am Montagmorgen. Dann war es quasi amtlich: Die Wahl des 19. Deutschen Bundestags stellt die Bundesrepublik vor eine Zäsur: Mit über 700 Abgeordneten wird das neu gewählte Parlament so groß wie nie zuvor, erstmals ist mit der AfD eine rechtspopulistische Partei eingezogen und künftig könnte erstmals ein Viererbündnis aus CDU, CSU, FDP und Grünen das Land regieren. Die SPD will nach der Wahlschlappe in die Opposition gehen, ein Jamaika-Bündnis bleibt daher quasi die einzige realistische Regierungsoption.

Gegen halb sechs stand dann auch das vorläufige Ergebnis fest. Demnach werden aus dem Saarland zehn Abgeordneten im neuen Bundestag vertreten sein. Das sind die gewählten Direktkandidaten Peter Altmaier (Saarlouis), Nadine Schön (St. Wendel), Markus Uhl (Homburg), alle CDU, und Sozialdemokratin Josephine Ortleb (Saarbrücken). Über die Landesliste ihrer Parteien ziehen außerdem in den Bundestag ein: die SPD-Politiker Heiko Maas und Christian Petry, Thomas Lutze (Linke), Markus Tressel (Grüne), Christian Wirth (AfD) und Oliver Luksic (FDP).

Deutliche Verluste für große Parteien

Dem vorläufigen Endergebnis des Bundeswahlleiters zufolge mussten sowohl Unionsparteien als auch die Sozialdemokraten erhebliche Verluste hinnehmen. CDU/CSU kommen zusammen auf 32,9 Prozent (minus 8,6 Prozentpunkte). Die SPD fuhr mit 20,5 ihr schwächstes Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik ein. Im Vergleich zu 2013 verbuchte sie einen Verlust um 5,2 Prozentpunkte. Die AfD ist mit 12,6 Prozent erstmals im Bundestag vertreten (plus 7,9) - und das gleich als drittstärkste Fraktion. Dahinter folgen die FDP, die mit 10,7 Prozent den Wiedereinzug ins Parlament klar schaffte (plus 6,0), die Linke mit 9,2 Prozent (plus 0,6) und die Grünen mit 8,9 Prozent (plus 0,5). Die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 Prozent (2013: 71,5 Prozent).

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 25.09.2017 berichtet.











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