Angela Merkel im Interview mit Roman Bonnaire (Foto: SR)

Saarland soll von Fördermitteln profitieren

  13.09.2017 | 16:08 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl im Gespräch mit Fernsehchef Roman Bonnaire zuversichtlich über die Zukunft des Saarlandes geäußert. Sie stellte mögliche weitere finanzielle Förderungen für das Land in Aussicht und will sich weiterhin für die deutsche Stahlindustrie einsetzen.

„Wir unterstützen jetzt schon mit vier Milliarden Euro den Ausbau von Breitbandversorgung im ländlichen Raum“, so Merkel im Gespräch mit Roman Bonnaire. Dies werde auch fortgeführt. Ziel sei es, Gewerbegebiete, Haushalte sowie Schulen an das Breitbandinternet anzuschließen. Das könne für das Saarland von großer Bedeutung sein. Weitere 3,5 Milliarden Euro bundesweit stünden bereit, um Schulen in ländlichen Räumen bei finanzschwachen Kommunen sanieren und modernisieren zu können. „Auch hier kann das Saarland profitieren.“

"Wir brauchen Dieselautos auch in Zukunft"

Trotz des Dieselskandals setzt Bundeskanzlerin Merkel weiterhin auf Dieselautos, eine für die saarländische Industrie wichtige Technologie. „Wir brauchen Dieselautos auch in Zukunft auf eine lange Zeit, weil der Diesel weniger Kohlendioxid ausstößt und damit aus dem Blickwinkel des Klimaschutzes klimafreundlicher ist“, sagte Merkel. Von einigen in der Automobilindustrie sei Vertrauen gebrochen worden. Das müsse auch wieder gut gemacht werden. „Aber wir als Politik haben auch die Aufgabe, den insgesamt 800.000 Beschäftigten in der Automobilindustrie, die nichts falsch gemacht haben, die sehr sehr gut gearbeitet haben, auch die Zukunft zu sichern", so Merkel.

Neben der Automobilbranche zählt die Stahlindustrie im Saarland zu den Schlüsselindustrien. Sie war in den vergangenen Monaten angesichts fallender Stahlpreise auf dem Weltmarkt stark gebeutelt. Merkel kündigte an, sich für faire Rahmenbedingungen in der Stahlindustrie einzusetzen. Für die Bundeskanzlerin zählt die deutsche Stahlindustrie zum Bereich der starken deutschen Wirtschaft.

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