Ein Fähnchen der Linken (Foto: SR)

Bundestagswahlliste wird angefochten

Christoph Grabenheinrich   26.06.2017 | 16:19 Uhr

Der Linken droht interner Ärger. Die Bundestagswahlliste der Partei wird angefochten. Der Vorwurf einiger Mitglieder: Bei der Abstimmung Anfang Mai hätten nicht alle Parteimitglieder geheim abstimmen können. Spitzenkandidat Lutze wähnt dahinter einen Angriff gegen seine Person.

Die Parteiführung weist sämtliche Vorwürfe als unberechtigt zurück. Es habe Wahlkabinen gegeben, auf die auch vom Wahlleiter hingewiesen worden sei. Am Freitag soll die Schiedskommission der Linken den Vorwurf prüfen und dann entscheiden, ob die Wahl wiederholt werden muss.

Der gewählte Spitzenkandidat Thomas Lutze hält die Kritik am Wahlablauf für vorgeschoben, die Anfechtung sei gegen ihn persönlich gerichtet: "Da geht es einfach da drum, dass meine Person manchmal ein bisschen umstritten ist. Das liegt auch nicht an inhaltlichen Fragen oder einer bestimmten strategischen Ausrichtung."

Kommt das Delegiertensystem?

Die Parteivorsitzende Astrid Schramm hat angekündigt, der Vorstand werde sich mit der Angelegenheit befassen, sobald die Schiedskommission entschieden habe. Notfalls würde die Zeit aber noch reichen, um fristgerecht ein zweites Mal zu wählen. Außerdem werde derzeit sehr intensiv über die Einführung des Delegiertensystems auf Parteitagen nachgedacht.

Über dieses Thema wurde auch in "aktuell 16.00 Uhr" vom 26.06.2017 berichtet.

Artikel mit anderen teilen