Christian Lindner, FDP (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Lindner will für den Mittelstand kämpfen

Diana Kühner / Onlinefassung: Markus Person   09.02.2017 | 15:28 Uhr

Die FDP will sich im Wahlkampf für die Bundestagswahl im September vor allem für eine Entlastung des Mittelstands in Deutschland stark machen. Das sagte Parteichef Christian Lindner im Redaktionsgespräch beim Saarländischen Rundfunk.

Entlastung des Mittelstands und einen Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer – mit diesen Themen will die FDP im anstehenden Wahlkampf punkten. Parteichef Christian Lindner sagte am Donnerstag, die SPD mit Kanzlerkandidat Martin Schulz kümmere sich beim Thema soziale Gerechtigkeit vor allem um die Ränder der Gesellschaft, beispielsweise um Mindestlohnempfänger oder Superreiche.

Interview mit Christian Lindner
Audio [SR 3, 09.02.2017, Länge: 3:44 Min.]
Interview mit Christian Lindner

Die FDP wolle in ihrem Programm vor allem die Normalverdiener in Deutschland in den Mittelpunkt rücken. Sie würden durch Steuern und Abgaben besonders stark belastet: „Die Gehälter sind in den letzten Jahren stark gestiegen, aber nur im Brutto, weil die Große Koalition insbesondere dafür gesorgt hat, dass der Anteil des Staates immer weiter gewachsen ist bei Sozialabgaben und Steuern“, so Lindner im SR-Interview.

Der Chef der Liberalen kritisierte, trotz einer exzellenten Finanzlage in den Staatshaushalten denke in der Bundesregierung niemand darüber nach, Gelder, die die Bürger zu viel an den Staat gezahlt hätten, an sie zurückzugeben. Es werde lediglich darüber diskutiert, wer die Finanzmittel besser ausgeben könne.

Neben einer Entlastung der Mittelschicht will sich die FDP bei der Grunderwerbsteuer für einen Freibetrag von 500.000 Euro stark machen. Dieser solle gelten, wenn die Immobilie selbst genutzt wird. So könne Wohneigentum in Deutschland wieder erschwinglich werden.

Über dieses Thema wurde auch in den Nachrichten des aktuellen berichts vom 09.02.2017 berichtet.

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