Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa)

AKK oder ... ? Hier gibt es die Antworten

Thomas Braun / Christian Otterbach   05.12.2018 | 11:52 Uhr

Abschiebung, Abtreibung oder Ehe für alle: In vielen aktuellen gesellschaftlichen Fragen hat die saarländische Kandidatin für den CDU-Bundesvorsitz, Annegret Kramp-Karrenbauer, eine klare Haltung. Doch wie genau hat sich Kramp-Karrenbauer positioniert? Hier gibt es die Auflösung zu unserem Quiz.



Bei dem Thema Abschiebungen verfolgt Annegret Kramp-Karrenbauer eine harte Linie. Wir haben drei Zitate von Kramp-Karrenbauer, dem SPD-bundestagsabgeordneten Rolf Mützenich und dem saarländischen Linken-Fraktionschef Oskar Lafontaine. Welche Aussage stammt von AKK?

  • Bestimmte Regionen Syriens könnten in absehbarer Zeit sicher genug sein, um abgelehnte, straffällig gewordene Asylsuchende dorthin abzuschieben. (Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU)
  • Angesichts der anhaltenden Kampfhandlungen und terroristischen Bedrohungen, der in großen Teilen katastrophalen Versorgungslage sowie der weitgehenden Rechtlosigkeit in Syrien kann nicht ernsthaft und verantwortbar über Abschiebungen nach Syrien gesprochen werden. (Rolf Mützenich, SPD)
  • Wer illegal über die Grenze gekommen ist, der sollte ein Angebot bekommen, freiwillig zurückzugehen. Wenn er dieses Angebot nicht annimmt, bleibt nur die Abschiebung. (Oskar Lafontaine, Die Linke)


Auch zum Dieselskandal hat sich die CDU-Generalsekretärin geäußert - genauso wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Grünen-Chefin Annalena Baerbock. Was genau fordert Kramp-Karrenbauer?

  • Mit unserem Konzept sichern wir auch eine Stück weit die Zukunft des Diesels. Wir brauchen ihn nicht nur um unsere Klimaschutzziele zu erreichen, er sichert auch Hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland. (Andreas Scheuer, CSU)
  • Die Autokonzerne müssen Verantwortung übernehmen für Schummelei. Mein Vorschlag: Wir benutzen dieses Geld, um Fahrverbote zu verhindern und für gute Luft in den Städten zu sorgen. Ich fordere einen Fonds für freie Fahrt und gute Luft. (Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU)
  • Maßgebliche Ursache für die hohen Stickoxidwerte sind die Betrügereien der Automobilhersteller. Die Bundesregierung muss die Konzerne endlich verpflichten, auf eigene Kosten die manipulierten Wagen nachzurüsten. (Annalena Baerbock, Bündnis 90/Grüne)


Mit ihrer Aussage zur Home-Ehe hatte Kramp-Karrenbauer 2015 - damals noch als saarländische Ministerpräsidentin - bundesweit für Aufsehen gesorgt. Sie hat hierzu eine klare Haltung, genauso wie Papst Franziskus, AfD-Chefin Alice Weidel und Ulle Schauws von Bündnis 90/Grüne.

  • Ehe ist zwischen Mann und Frau. Das ist das präzise Wort. Nennen wir die homosexuelle Partnerschaft ‚zivile Partnerschaft‘. (Papst Franziskus)
  • Das Institut der Ehe ist verfassungsrechtlich geschützt und als Grundgesetzpartei möchten wir die Verfassung bewahren. (Alice Weidel, AfD)
  • Wir haben in der Bundesrepublik bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau. Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen. (Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU)
  • 95 Prozent der Regenbogenfamilien bestehen aus zwei lesbischen Frauen als Müttern. Jede Frau in einer gleichgeschlechtlichen Ehe sollte durch die Geburt eines Kindes automatisch Mutter werden, so wie jeder Ehemann automatisch Vater wird. (Ulle Schauws; Bündnis 90/Grüne)


Das Thema "Abtreibung" sorgt immer wieder für Diskussion - und es gibt unterschiedliche Standpunkte dazu. Wie hat sich hierzu Kramp-Karrenbauer im Vergleich zu Papst Franziskus und Gesine Agena von Bündnis 90/Grüne positioniert?

  • Wie kann eine Handlung, die unschuldiges Leben beseitigt, therapeutisch, zivilisiert und menschlich sein? (Papst Franziskus)
  • Vielmehr müssen wir uns fragen, warum wir in unserem reichen Land die betroffenen Frauen nicht stärker zum Kind ermutigen können. (Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU)
  • Frauen, die ungewollt schwanger werden, brauchen ein gutes und freiwilliges Beratungs- und Hilfsangebot – und keine Drohung mit dem Strafgesetzbuch. (Gesine Agena, Bündnis 90/Grüne)


Mit Friedrich Merz kehrt der Politiker zurück ins Rampenlicht, der einst die Steuererklärung, die auf einen Bierdeckel passt, ins Spiel brachte. Auch seine beiden größten Kontrahenten im Kampf um die CDU-Spitze, Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn, haben sich zur Steuerpolitik geäußert. Welches Zitat stammt dabei von der aktuellen Generalsekretärin?

  • Aus meiner Sicht werden wir in absehbarer Zeit eine Steuerreform brauchen. (Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU)
  • Ich glaube immer noch, dass wir eine Vereinfachung im Steuerrecht brauchen. Sie ist möglich. (Friedrich Merz)
  • Der Solidarzuschlag muss schnellstmöglich Geschichte sein. Das bisher dazu Vereinbarte kann nur der Anfang sein. (Jens Spahn)

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