Nachbarschaftshilfe im Saarland  (Foto: SR)

Erleichterung für Nachbarschaftshilfe geplant

  01.04.2020 | 06:50 Uhr

Die haushaltsnahen Dienstleistungen für Pflegebedürftige dürfen im Saarland künftig auch von Menschen ohne Pflegeausbildung durchgeführt werden. Eine Registrierungsstelle im Sozialministerium ist dazu in Planung.

Freiwillig Engagierte können sich künftig dort registrieren lassen. Für sie soll ermöglicht werden, den Entlastungsbetrag von 125 Euro, der Pflegebedürftigen zusteht, zu beziehen. Die Leistungen sollen dann vergütet werden. Dazu gehören z.B. Putzen, Einkaufen oder Botengänge. Damit sollen Versorgungsengpässe insbesondere im ländlichen Raum abgemildert werden.

Bislang konnten die 125 Euro, die jedem Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 zustehen, nur über zertifizierte Pflegedienste eingesetzt werden. Mit der Maßnahme will Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) die Nachbarschaftshilfe erleichtern. Gerade auf dem Land gebe es Lücken in der Versorgung mit Dienstleistern, die neben der direkten Pflege auch Dienstleistungen im Haushalt erbringen. Mit der Möglichkeit, diese Hilfe auch bezahlt zu bekommen, will die Ministerin zu aktiver Nachbarschaftshilfe ermutigen.

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