Impfung für Jugendliche (Foto: dpa/ SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON)

Saarland folgt Stiko bei Impfung von Minderjährigen

  10.06.2021 | 19:20 Uhr

Gesundheitsministerin Bachmann hat sich dafür ausgesprochen, dass Kinder- und Jugendärzte ihre Patienten mit Vorerkrankung nach Wunsch und vorheriger Absprache mit ihren Eltern impfen. Sie folgt damit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Die hatte keine generelle Impfempfehlung für Minderjährige ausgesprochen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut hat keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie rät aber dazu, in der Altersgruppe zwischen 12 und 17 Jahren bei bestimmten Vorerkrankungen, etwa bei starkem Übergewicht, Herzfehlern und Diabetes, oder mit einem direkten Umfeld mit hoher Gefährdung für einen schweren Verlauf gegen das Coronavirus zu impfen.

Diese Empfehlung sei die Richtschnur für die saarländische Impfkampagne, sagte Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Sie betonte, dass die Impfung freiwillig bleibe.

Impfung grundsätzlich auch ohne Vorerkrankung möglich

Grundsätzlich sei es laut Stiko-Empfehlung allen Kindern und Jugendlichen ohne Vorerkrankung ab 12 Jahren freigestellt, bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz sowie nach gründlicher ärztlicher Aufklärung die Impfung zum Schutz gegen Corona zu erhalten, sagte Bachmann.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 10.06.2021 berichtet.

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