Ein negativer Schnelltest (Foto: picture alliance / imageBROKER | Jiri Hubatka)

Alle Kreise im Saarland unter 1000er Inzidenz

  29.04.2022 | 10:47 Uhr

Die Corona-Inzidenz ist saarlandweit auf den niedrigsten Wert seit Ende Januar gesunken. Inzwischen haben alle Landkreise und der Regionalverband die 1000er-Marke unterschritten. Deutschlandweit liegt das Saarland aber noch über dem Durchschnitt.

„Der Infektionsgipfel ist deutlich überschritten“ – so lautete bereits am Mittwoch die Einschätzung des Homburger Virologen Jürgen Rissland zur derzeitigen Corona-Lage. Die Infektionszahlen sinken derzeit deutlich.

Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 1069 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Saarland. Damit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 827,0. Am Vortag lag sie noch bei 919,8.

Niedriger war die Inzidenz zuletzt am 22. Januar mit damals 766,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Im deutschlandweiten Vergleich liegt das Saarland allerdings noch über dem Durchschnitt von 758.

Virologe Jürgen Rissland: „Infektionsgipfel deutlich überschritten“
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 27.04.2022, Länge: 03:48 Min.]
Virologe Jürgen Rissland: „Infektionsgipfel deutlich überschritten“

Auch St. Wendel und Merzig-Wadern unterschreiten 1000er Grenze

Aber nicht nur die landesweite Inzidenz hat einen neuen Tiefstwert erreicht: Mit den Landkreisen St. Wendel und Merzig-Wadern haben am Freitag die zwei letzten Kreise die Marke von 1000 unterschritten. Der Regionalverband Saarbrücken liegt bereits seit Mitte April unter der 1000er-Marke.

Der Virologe der Uniklinik Homburg, Jürgen Rissland, sieht als Grund für die positive Entwicklung vor allem die hohe Impfquote, sowohl im Hinblick auf die Grundimmunisierungen als auch auf die Auffrischungsimpfungen. Man sollte aber trotzdem noch nachbessern und die Impfquote weiter erhöhen, so Rissland.

Vorbereitung auf den Herbst

Das sei auch mit Blick auf den Herbst wichtig. „Wir wissen nicht ganz genau, was im Herbst auf uns zukommen wird. Ob diese neue Variante, die dann vorherrschen wird, ähnlich ist wie Omikron oder ob es eben eine andere Variante sein wird“, erklärte der Virologe im aktuellen bericht im SR Fernsehen.

Man müsse achtsam sein und sich auf verschiedene Szenarien vorbereiten.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 27.04.2022 im SR Fernsehen berichtet.

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