Fridays for Future Digital (Foto: SR)

Fridays for Future setzt mit Livestream auf mehr Inhalte

Mit Informationen von Barbara Spitzer   24.04.2020 | 21:19 Uhr

Auch in Corona-Zeiten gab es am Freitag einen globalen Klimaaktionstag - als Online-Programm. Die Aktivisten wollten mit ihrem digitalen Klimastreik zeigen, dass das Thema Klimaschutz nicht untergehen soll. Im Gegenteil: Es sollte ebenso als Krise gehandelt werden wie Corona.

Fridays for Future Saarland zieht nach dem ersten Online-Klimaaktionstag eine positive Bilanz. Nach Angaben der Klimaaktivisten haben gut 2000 Menschen an den Debatten und Voträgen im Internet teilgenommen. Das sind in etwa so viele, wie auch im Sommer an den Fridays for Future-Demonstrationen teilgenommen hatten.

Fridays for Future im digitalen Streik
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 24.04.2020, Länge: 02:33 Min.]
Fridays for Future im digitalen Streik

Für Julian Rosemann von Students for Future ist es wichtig, gerade jetzt ein Zeichen zu setzen: "Die Sorge ist, dass es nach der Corona-Krise einfach so weiter gehen wird wie vorher. Deswegen sollte man jetzt Corona auch als Lektion mitnehmen. Dass man Dinge ändern kann, dann bitte nicht wieder gleich dasselbe macht wie vorher."

Der Schwerpunkt des Aktionstages von Fridays for Future Saarland war diesmal im Netz: Auf einem Youtube-Kanal gab es Webinare, moderierte Expertengespräche und interaktive Chats. So wollten die Aktivisten trotz Demonstrationsverbots "laut" bleiben und verhindern, dass der Klimaschutz ein Opfer von Corona wird, nur weil er seit Wochen aus den Schlagzeilen verschwunden ist.

Mehr Inhalte, statt nur laut zu sein

Die Krise als Chance nutzen - Fridays for Future-Aktivist Julius Groß aus Saarbrücken hat deshalb wochenlang den Onlineklimastreik gemeinsam mit 20 Aktivisten vorbereitet. Sie haben Ideen gesammelt, wie aus der Straßenbewegung vorübergehend eine Online-Bewegung werden kann. Die Lösung: Mehr Inhalte vermitteln statt nur laut zu sein - und die Corona-Politik als Blaupause nutzen für den Klimaschutz.

"Man kann das als Chance sehen, wenn es wie eine Krise behandelt wird und wenn die Bedrohung von den Leuten auch so wahrgenommen wird. Dann ist auch ein ganz schnelles Handeln möglich", so Groß. "Und diese Energie müssen wir jetzt nutzen für die Klimakrise, und endlich auch auf die Wissenschaft hören."
Nach Angaben von Fridays for Future ist der Online-Klimaprotest in Zeiten von Corona eine gute Alternative, dennoch will die Organisation so bald es geht wieder auf den saarländischen Straßen für den Klimaschutz kämpfen.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht am 24.04.2020 berichtet.

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