Eine Elektroauto-Ladestation (Foto: picture alliance/dpa/Kay Nietfeld)

Keine konkreten Ergebnisse nach Treffen

  25.06.2019 | 09:00 Uhr

In Berlin ist der Autogipfel am Montagabend ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Vertreter der Autoindustrie und der Gewerkschaften hatten im Kanzleramt mit den Spitzen der Koalition über die Zukunft der Branche beraten. Kritik kam nach dem Gipfel auch vom Deutschland-Chef des Autobauers Ford.

Ford-Chef kritisiert „Premiumgespräch“
Audio [SR 3, Karin Mayer, 25.06.2019, Länge: 00:51 Min.]
Ford-Chef kritisiert „Premiumgespräch“

Hauptthema war bei dem Treffen die Elektromobilität. Hier dringen die deutschen Autobauer auf mehr Investitionen und eine stärkere Förderung. Zu dem Dreiklang aus Klimaschutz, Mobilitätsanspruch und Erhaltung der Arbeitsplätze soll ein Masterplan ausgearbeitet werden.

Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, betonte, mit dem Plan solle die Lade-Infrastruktur so ausgebaut werden, dass bis 2030 sieben bis 10,5 Millionen E-Fahrzeuge auf der Straße sein könnten. Derzeit gibt es nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft etwa 16.000 Ladepunkte deutschlandweit.

Ford-Chef kritisiert „Premiumgespräch“

Der Deutschland-Chef von Ford, Gunnar Hermann, kritisierte, dass nicht alle Vertreter der deutschen Autoindustrie zum Autogipfel eingeladen waren. Er sagte dem SR, es wäre gut gewesen, die gesamte Bandbreite der deutschen Autoindustrie einzuladen. Offenbar habe es sich in Berlin aber um ein Premiumgespräch gehandelt. Ford habe 25.000 Mitarbeiter, die auch einen Anspruch darauf hätten, in dieser Runde vertreten zu sein.

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