Das Steag-Kohlekraftwerk Weiher in Quierschied. (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Entschädigung für Kraftwerksstillegung?

  23.01.2019 | 20:51 Uhr

Der Vertragsentwurf der Bundesregierung zum Kohleausstieg sieht keine konkreten Strukturhilfen für das Saarland vor. Das Papier liegt dem SR vor. Danach soll ab 2020 mit den Energieversorgern über Entschädigungen nach der Stilllegung von Kraftwerken verhandelt werden.

Für betroffene Saar-Kommunen könnte es dann auch Strukturhilfen geben. Bedingung dafür ist, dass, so wörtlich, „der Anteil der Steinkohlewirtschaft an der regionalen Wertschöpfung von erheblicher Relevanz ist.“ Wieviel Geld dann konkret ins Saarland fließen könnte, bleibt bisher offen.

Unterstützung verlangt

Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sagte dem SR, das Saarland dürfe nicht außen vor bleiben. „Bei uns geht es zwar nicht um die Braunkohle, aber Steinkohlekraftwerke sind sehr wohl hier an der Saar. Wenn sie abgeschaltet werden sollen, dann brauchen wir natürlich eine entsprechende Unterstützung“, so Rehlinger.

Am Donnerstag tagt die Kohle-Kommission zu dem Thema.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 23.01.2019 berichtet.

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