Sonnenstrahlen im Wald (Foto: Marietta Schummer)

Mehr Kleinmüll in saarländischen Wäldern

  25.04.2020 | 09:48 Uhr

Seit den Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise haben viele Saarländer den Wald für sich entdeckt. Die Zahl der Besucher ist zuletzt stark angestiegen – mit ihnen gelangt aber auch mehr Müll, vor allem Kleinmüll, in die Wälder.

Der Saarforst Landesbetrieb bestätigt, dass die Zahl der Menschen, die im Wald Erholung suchen, stark angestiegen ist. Mit ihnen ist aber auch die Menge an Alltagsmüll, die im Wald gefunden wird, gestiegen. Nach Angaben des Saarforst Landesbetriebs handelt es sich dabei vor allem um Papiertaschentücher, PET-Flaschen oder Zigarettenstummel. Gerade von letzteren gehe bei der aktuellen Trockenheit des Waldes eine besondere Brandgefahr aus.

Mehr Waldmüll aufgrund gestiegener Besucherzahlen (24.04.2020)
Video [Felix Schneider, (c) SR, 24.04.2020, Länge: 01:42 Min.]
Mehr Waldmüll aufgrund gestiegener Besucherzahlen (24.04.2020)

Städtische Wälder stärker betroffen

Dabei verteilt sich der Alltagsmüll recht unterschiedlich auf die saarländischen Waldgebiete. So seien Wälder im ländlichen Raum weniger vermüllt als die städtischen. Um dem Müllproblem zu begegnen, setzt der Landesforst unter anderem auf Informationstafeln. Hier können die Menschen sehen, wie viele Jahre es dauert, bis beispielsweise ein Zigarettenstummel verrottet ist - nämlich zehn. Und ein Papiertaschentuch braucht wegen seiner chemischen Zusammensetzung eine Zeit zwischen sechs Wochen und fünf Jahren, bis es sich in seine Bestandteile aufgelöst hat.

Mehr Waldbesucher verursachen mehr Kleinmüll
Video [SR Fernsehen, aktueller bericht am Samstag, 25.04.2020, Länge: 02:17 Min.]
Mehr Waldbesucher verursachen mehr Kleinmüll

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja