Rosa von Praunheim (Foto: Imago Images/gbrci/Future Image)

Ophüls-Ehrenpreis für Rosa von Praunheim

  05.11.2019 | 13:02 Uhr

Zum neunten Mal vergibt das Filmfestival Max Ophüls Preis einen Ehrenpreis für Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film. Im kommenden Jahr geht diese Auszeichnung an Rosa von Praunheim. Von 1967 bis heute drehte er rund 150 Kurz- und Langfilme.

Der Regisseur, Autor und Aktivist Rosa von Praunheim erhält im kommenden Jahr den Ehrenpreis des Filmfestivals Max Ophüls Preis. „Zahllose Beiträge in den vergangenen 40 Jahren unseres Nachwuchsfilmfestivals wären ohne den Einfluss und das Wirken Rosa von Praunheims nie entstanden“, sagte Svenja Böttger, Leiterin des Filmfestivals Max Ophüls Preis. „Für die jungen Talente, aber auch für unsere Gesellschaft stellt er in seinem vielschichtigen Schaffen ein unbedingtes Vorbild dar.“

Wegbereiter der westdeutschen Schwulenbewegung

Von 1967 bis heute drehte Rosa von Praunheim rund 150 Kurz- und Langfilme, schrieb und schreibt Bücher und Gedichte, malt, zeichnet, fotografiert und engagiert sich als Aktivist. Mit seinen beiden 1970/71 entstandenen Filmen „Die Bettwurst“ und „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ gelang Rosa von Praunheim der Durchbruch in der Filmszene. Beide Filme ließen ihn zudem zum öffentlichen Wegbereiter der Schwulenbewegung in Westdeutschland werden. Bis heute thematisieren seine Filme auf vielfältige Art Aspekte queeren Lebens in Deutschland.

Über dieses Thema wurde auch im SR Fernsehen in der Sendung aktuell vom 05.11.2019 berichtet.

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