Königliches Pektoral mit Darstellung eines Geiers (Foto: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Archiv)

Altägyptische Goldschätze in Völklinger Hütte

  18.05.2019 | 10:25 Uhr

In der Völklinger Hütte können Besucher ab heute in die Welt der Pharaonen mit ihrer Vorstellung von Gold und ihrem Traum vom ewigen Leben eintreten. Die Ausstellung „PharaonenGold – 3000 Jahre altägyptische Hochkultur“ zeigt in dieser Form zum ersten Mal 160 Exponate aus dem Alten Ägypten.

Gezeigt werden größtenteils Schmuckstücke wie Ketten, Armringe oder Ohrringe, die bis zu 4000 Jahre alt sind. Die Goldexponate, die im Weltkulturerbe ausgestellt werden, geben Einblicke in die Götter- und Vorstellungskraft der alten Ägypter.

Video [aktueller bericht, 16.05.2019, Länge: 2:55 Min.]
„PharaonenGold“-Ausstellung in der Völklinger Hütte

Sie waren die ersten Menschen, die Gold bearbeiteten. Die Völklinger Hütte spricht deshalb von „herausragenden Meisterwerken“. Viele Goldschätze gingen durch Plünderung verloren. Die übriggebliebenen erzählen von der Glaubenswelt der Pharaonen.

Viele Premieren

Pharaonengold im Weltkulturerbe
Audio [SR 3, Barbara Grech, 16.05.2019, Länge: 03:34 Min.]
Pharaonengold im Weltkulturerbe

Der größte Teil der Exponate stammt aus Privatsammlungen. Einige Stücke wurden bislang noch nie in einer Ausstellung gezeigt, etwa die kleine Chephren-Statuette aus purem Gold, die den wohl bedeutensten Pharao des alten Reichs abbildet. Daneben sind auch die Siegel-Ringe von Nofretete und Echnaton zu sehen. Neben den privaten Leihgebern haben auch das kunsthistorische Museum in Wien, das Ägyptische Museun in Berlin sowie das Roemer- und Pilizaeus-Museum in Hildesheim Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt.

Goldschätze aus Ägypten in der Stahlstadt Völklingen
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger, Barbara Renno, 17.05.2019, Länge: 04:56 Min.]
Goldschätze aus Ägypten in der Stahlstadt Völklingen

Für die alten Ägypter besaßen die Goldschätze eine außergewöhnliche große religiöse und symbolische Kraft. Sie bezeichneten es als „Fleisch der Götter“, weil es nicht vergänglich, nicht zerstörbar und ein Symbol für die Ewigkeit ist. Demnach war Gold das heiligste Metall für die Ägypter.  

Die Ausstellung im Weltkulturerbe beginnt heute und endet am 24. November.