Generalprobe für "Peterchens Mondfahrt" im Saarbrücker Staatstheater (Foto: SR)

Staatstheater zeigt „Peterchens Mondfahrt“

Peter Ring / Onlinefassung: Axel Wagner   09.11.2018 | 20:26 Uhr

„Peterchens Mondfahrt“, das ist für viele Menschen die Erinnerung an ein frühes Theatererlebnis oder an das Weihnachtsmärchen, das Jahr für Jahr an den Festtagen im Fernsehen lief. Das Saarländische Staatstheater zeigt ab Sonntag eine moderne Fassung von Peterchens Mondfahrt, bei der es viel zu lachen und zu gruseln gibt. Am Freitag fand die Generalprobe statt.

384.400 Kilometer ist der Mond von der Erde entfernt. Das weiß Anneliese, die noch nicht ahnt, dass die Reise schon sehr bald in Richtung Mond gehen wird. Schuld daran ist der Maikäfer Sumsemann. Einem Vorfahren wurde vor langer Zeit ein Bein abgeschlagen. Seitdem haben die Sumsemanns nur noch fünf Beinchen. Das sechste, da ist sich Herr Käfer sicher, muss auf dem Mond sein.

Auf ihrem Flug durch die Nacht landen die drei Abenteurer auf der Sternenwiese. Es wird schaurig, aber man kann auch viel lachen, wenn Nachtfee, Winkliese oder Donnermann ins Spiel kommen. Gerdt von Bassewitz hatte das Stück 1912 als Märchenspiel in sechs Bildern mit Musik geschrieben. Ein Klassiker der Kinderliteratur. Die britische Regisseurin Jean Renshaw hat es mit viel Tempo inszeniert, es gibt tolle Bühnenbilder – nicht nur für Kinder ein Riesenspaß.

Kinderstück zum Gruseln

„Sie werden sich auf gar keinen Fall langweilen, denn es gibt wirklich was zu gruseln, aber nicht zu viel“, verspricht sie. „Es bleibt ein Kinderstück. Aber ich finde, Kinder sollen sich ein wenig fürchten, um etwas zu erfahren im Theater, um etwas zu spüren.“

Mit der Mondkanone werden Kinder und Maikäfer schließlich auf den großen Mondberg geschossen. Dort lebt der nicht sehr freundliche Mondmann. Ein Riesenkerl, mit dem sich unsere Helden anlegen müssen.

Um es kurz zu machen: Er kann überwältigt werden, Sumsemann bekommt sein Bein wieder. Die Generalprobe ist gut gelaufen. Am Sonntag kann man bei der Premiere im Großen Haus des Staatstheaters die ganze Geschichte sehen.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 09.11.2018 berichtet.

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