Probe für die Aufführung des Balletts „Der Nussknacker“ am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken. Zu sehen ist Hope Dougherty als Marie (Mitte), umgeben von Ensemblemitgliedern. (Foto: picture alliance/dpa/Saarländische Staatstheater | Jennifer Weyland)

Staatstheater macht Nussknacker zum Astronauten

  26.10.2021 | 08:12 Uhr

Zum Raketenstart von Matthias Maurer am kommenden Wochenende hat sich das Saarbrücker Staatstheater eine besondere Aktion einfallen lassen: Der erste Saarländer im All soll bei der Premiere des „Nussknacker“ mit einem Astronauten und farbigen Robotern gefeiert werden.

Kurz vor dem Start des Oberthalers Matthias Maurer ins All ist auch das Saarländische Staatstheater in Saarbrücken im Weltraumfieber. Bei der Premiere des Balletts „Der Nussknacker“ am Samstag soll der Namensgeber als Astronaut zu sehen sein, der mit farbigen Robotern auf der Bühne um den Weihnachtsbaum tanzt.

Premiere und Flug am Wochenende

„Die Schwerelosigkeit in der Raumfahrt hat eine Parallele zur Leichtigkeit des Balletts“, sagte Ballettdirektor Stijn Celis der Deutschen Presse-Agentur. „Beides miteinander zu verbinden, erschien mir seit Jahren sehr reizvoll.“

Video [aktueller bericht, 29.10.2021, Länge 2:58 Min.]
Premiere für Nussknacker-Weltraum-Inszenierung

Matthias Maurer soll voraussichtlich am Sonntagmorgen vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zur Internationalen Raumstation (ISS) fliegen. Celis sagte, auf seinem Flug nehme Maurer ein Poloshirt mit, das Kostümbildnerin Laura Theiss eigens für seine Mission entworfen habe.

Inspiriert von der Mondlandung

Bei dem Ballett spüre man die Faszination des Universums, so Celis. „Ich wuchs im Kongo auf und habe dort 1969 fasziniert die Mondlandung vor dem Fernseher verfolgt. Seitdem haben mich das All und die Raumfahrt nicht mehr losgelassen.“

Anfang 2020 sei ihm der Gedanke gekommen, den Nussknacker zum Astronauten zu machen. Sein „Nussknacker“ sei im Universum zuhause und daher keine saarländische Variante. Dass Maurer kurz nach der Premiere ins All fliege, sei „ein unglaublicher Zufall“.

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