Filmstreifen (Foto: dpa)

Spielfilme im Wettbewerb

 

16 Produktionen treten in der kommenden Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis in der Kategorie "Spielfilm" an. Die Hälfte der Filme wird in Saarbrücken uraufgeführt, die andere Hälfte sind deutsche Erstaufführungen. Insgesamt werden in dieser Kategorie sieben Preise vergeben.

Acht der Spielfilme sind deutsche Produktionen. Jeweils zwei der Werke entstanden in Österreich und in der Schweiz. Zwei Filme sind deutsch-schweizerische und ein Film ist eine deutsch-österreichische Koproduktion. Ein weiterer Spielfilm wurde in Luxemburg, Belgien und Deutschland produziert.

Folgende Preise werden vergeben:

  • Max Ophüls Preis: Bester Spielfilm (36.000 Euro)
  • Filmpreis der saarländischen Ministerpräsidentin für die beste Regie (11.000 Euro)
  • Fritz-Raff-Drehbuchpreis (13.000 Euro)
  • Publikumspreis (5000 Euro)
  • Preis für den gesellschaftlich relevanten Film (5000 Euro)
  • Preis der Ökumenischen Jury (2500 Euro)
  • Preis der Jugendjury (2500 Euro)


1000 Arten Regen zu beschreiben (Foto: Made in Germany Filmproduktion)

1000 Arten Regen zu beschreiben

Regie: Isa Prahl
Deutschland 2017 | 91 Min. | dt. Erstaufführung

Seit Wochen ist die Tür verschlossen. Der Jugendliche Mike hat sich in seinem Zimmer eingesperrt. Zurück bleiben Vater, Mutter und Schwester – hilflos. Sie können nur vor der verschlossenen Tür stehen, auffordern, flehen, fragen, ausrasten, verzweifeln, beschuldigen, ignorieren und hoffen. Um den Schein der intakten Familie zu wahren, erzählen sie ihrem persönlichen Umfeld, Mike wäre in den USA. Doch zu Hause wird die geschlossene Tür mehr und mehr zum Spiegel ihres eigenen Lebens.


ANGST (Foto: M-V Studios)

Angst (Love will keep us safe from Death)

Regie: Vladislav Yö
Deutschland 2018 | 99 Min. | Uraufführung

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Um einen Bericht über das menschliche Leben auf der Erde zu erstellen, wird die junge Verkörperung einer Tugend, genannt V.irtue, auf die Erde gesandt. Dort wird die unschuldige Essenz von V.irtue auf die Probe gestellt, als sie sich in den Erdbewohner Keyvan verliebt – und sich für dessen Liebe in die dunkelsten Ecken der menschlichen Psyche begibt.


Axel der Held (Foto: Ostlicht Film Georges Pauly)

Axel der Held

Regie: Hendrik Hölzemann
Deutschland 2018 | 90 Min. | Uraufführung 

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Axel ist ein Träumer und ein Hasenfuß, ein Verlierer und ein hoffnungsloser Romantiker. Tief verschuldet und ohne Freunde flüchtet er sich aus dem tristen Alltag in eine Traumwelt, in der er der Held seiner Jugendliebe Jenny ist. Als er in seinem wunderlichen Nachbarn Heiner einen Freund findet, beschließt Axel, sich der Realität zu stellen, auch wenn er herbe Rückschläge einstecken muss. Aber Aufgeben ist keine Option mehr für ihn, er ist fest entschlossen, seine Ziele zu erreichen!


Blue My Mind (Foto: Telefilm)

Blue my mind

Regie: Lisa Brühlmann
Schweiz 2017 | 97 Min. | dt. Erstaufführung 

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Die 15-jährige Mia kommt auf eine neue Schule und stürzt sich mit ihren neuen Freundinnen ins wilde Teenagerleben. Doch allmählich beginnt sich ihr Körper, seltsam zu verändern, erst kaum merklich, dann aber mit einer Wucht, die sie in die Verzweiflung treibt. Mia versucht, die Verwandlung aufzuhalten, doch die Natur ist stärker. Mias Verwandlung schreitet unaufhaltsam voran.


Cops (Foto: Golden Girls Filmproduktion)

Cops

Regie: Stefan A. Lukacs
Österreich 2017 | 92 Min. | dt. Erstaufführung

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Der ehrgeizige Polizeirekrut Christoph schießt in vermeintlicher Notwehr auf einen psychisch kranken Mann und wird zum Helden seiner Kollegen. Doch die Schüsse peitschen immer stärker durch sein Unterbewusstsein, er leidet unter Flashbacks und Panikattacken. Um den Schein des starken Mannes zu wahren, versteckt Christoph sein Trauma vor seinem Umfeld und flüchtet sich immer öfter in exzessive Gewalt. 


Draußen in meinem Kopf (Foto: Eibe Marleen Krebs Junafilm)

Draussen in meinem Kopf

Regie: Eibe Maleen Krebs
Deutschland 2018 | 99 Min. | Uraufführung

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Christoph beginnt sein Freiwilliges Soziales Jahr als persönlicher Betreuer des 28-jährigen Sven. Der schwerkranke junge Mann leidet an Muskeldystrophie. Als die beiden sich anfreunden, vertraut Sven Christoph ein Geheimnis an, das ihn in einen schweren Gewissenskonflikt bringt. 


Goliath (Foto: Cognito Films)

Goliath

Regie: Dominik Locher
Schweiz 2017 | 85 Min. | dt. Erstaufführung 

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Die junge Liebe von Jessy und David wird auf die Probe gestellt, als Jessy ungeplant schwanger wird. Bei David löst die Vorstellung, Vater zu werden, Panik aus. Als die beiden eines Nachts in der S-Bahn angegriffen werden und David seine Freundin nicht schützen kann, wächst seine Angst, als Mann nicht zu genügen. Verzweifelt greift er zu Steroiden und beginnt mit exzessivem Krafttraining. Die Muskeln geben ihm zunächst Selbstvertrauen – doch bald entwickelt er unberechenbare Züge und wird zur Bedrohung für Jessy und das ungeborene Kind.


Gutland (Foto: Les Films Fauves)

Gutland

Regie: Govinda Van Maele
Luxemburg, Deutschland, Belgien 2017 | 107 Min. | dt. Erstaufführung 

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Nach einem bewaffneten Überfall flüchtet der Deutsche Jens mit der Beute in ein kleines luxemburgisches Dorf. Anfangs wird er skeptisch beäugt, erst als er die lebensfrohe Lucy kennenlernt, scheint er allmählich seinen Platz im Ort zu finden. Doch während er sich verliebt, bekommt er nicht mit, dass er von Lucy und den Dorfbewohnern verändert wird: in Lucys verschwundenen Ex-Mann. Als Jens schließlich bemerkt, was mit ihm passiert, ist es bereits fast zu spät.


Hagazussa (Foto: Deutsche Film-und Fernsehakademie Berlin (dffb))

Hagazussa

Regie: Lukas Feigelfeld
Deutschland, Österreich 2017 | 102 Min. | dt. Erstaufführung

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Das 15. Jahrhundert. Nach dem traumatisierenden Tod ihrer Mutter lebt die junge Ziegenhirtin Albrun zurückgezogen in der Abgeschiedenheit der Alpen. Von der Dorfgemeinschaft wird die Einsiedlerin als Heidin und Hexe gemieden – und mit der Zeit beginnt sie, selbst daran zu glauben. Ihr scheint es, als ob in den dunklen Wäldern eine finstere Präsenz auf sie wartet. Und als im psychotischem Wahn langsam die Grenzen von Realität und Alptraum verschwimmen, wird sie allmählich mit ihren grausamsten Abgründen konfrontiert.


Jenseits des Spiegels (Foto: Eike Zuleeg)

Jenseits des Spiegels

Regie: Nils Loof
Deutschland 2017 | 90 Min. | Uraufführung

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Monate nach dem brutalen Selbstmord ihrer Zwillingsschwester Jette wird Julia noch immer von bösen Träumen heimgesucht. Ihr Therapeut empfiehlt ihr, sich der grauenvollen Erinnerung zu stellen, um so eine Aussöhnung mit ihrem Trauma zu erzielen. Julia folgt dem Rat und zieht mit ihrer Familie auf Jettes alten Bauernhof in der ländlichen Einöde. Doch die Idylle bringt keine Erlösung, im Gegenteil: Schon bald wird die Familie von dunklen Mächten heimgesucht.


Just drifting (Foto: Frers Production)

Just drifting along

Regie: Jan Frers
Deutschland 2017 | 76 Min. | Uraufführung

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Durch ein Missgeschick wird Ben nach einer Party von Steffen, einem seiner Gäste, umgebracht. Nach und nach werden immer mehr Freunde und Bekannte von Ben in diesen Fall wissentlich und unwissentlich hineingezogen. Bei dem Versuch, die Leiche zu entsorgen, machen alle Beteiligten Erfahrungen mit sich selbst und ihrem näheren Umfeld.


Landrauschen (Foto: Landrauschen-Film)

Landrauschen

Regie: Lisa Miller
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 101 Min. | Uraufführung

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Mit Vollgas ist Toni in ihr Heimatdorf zurückgekehrt. Keine Lust mehr auf Berlin und die große Selbstverwirklichung. Doch der Neuanfang geht gründlich schief. Statt einer Redaktionsstelle ergattert sie lediglich ein Praktikum beim Heimatteil der Lokalzeitung, ihre Eltern nehmen ihr jede Luft zum Atmen. Durch die lebensfrohe Rosa scheint alles plötzlich einen neuen Sinn zu bekommen. Doch Tonis alte Getriebenheit kehrt zurück – und die ländliche Idylle beginnt zu zerbröckeln.


Reise nach Jerusalem (Foto: Kess Films)

Reise nach Jerusalem

Regie: Lucia Chiarla
Deutschland 2018 | 120 Min. | Uraufführung

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Alice ist arbeitslos, erträgt die Demütigungen des Alltags nicht mehr und bricht die Maßnahme des Jobcenters ab. Trotzig hält sie sich mit Benzingutscheinen über Wasser, die sie durch Jobs bei Marktforschungsinstituten erhält – und versucht, durch diesen absurden Tauschhandel den Faden ihres Lebens wieder aufzunehmen.


Sahra spiel einen Werwolf (Foto: Intermezzo Films)

Sarah spielt einen Werwolf

Regie: Katharina Wyss
Deutschland, Schweiz 2017 | 86 Min. | dt. Erstaufführung

Seit ihr großer Bruder aus dem gemeinsamen Elternhaus ausgezogen ist, ist die 17-jährige Sarah vollends auf sich allein gestellt. Von ihren Eltern fühlt sie sich unverstanden, von ihren Mitschülern ist sie genervt. Nur in der Schultheatergruppe blüht die introvertierte Einzelgängerin auf. Doch während der Proben spielt sich Sarah in eine Art Trance, die sie auch in ihrem Alltag nicht mehr ablegt. Ihre Inszenierungen münden immer öfter in exzessive Ausbrüche, die ihr Umfeld vor ein Rätsel stellen.


Vakuum (Foto: Dschoint Ventschr Filmproduktion)

Vakuum

Regie: Christine Repond
Schweiz, Deutschland 2017 | 85 Min. | dt. Erstaufführung 

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Inmitten der Vorbereitungen für ihren 35. Hochzeitstag erfährt Meredith, dass sie HIV-positiv ist. Überträger war ihr Mann André, der sie jahrelang mit Prostituierten hintergangen hat. In ihrer Wut wirft sie ihn aus dem Haus, aber das Alleinsein ist kaum auszuhalten. Und so lässt sie seine Rückkehr zu. Sie beschließen, die Verwerfungen und die Krankheit gemeinsam zu bewältigen. Aber je näher das Jubiläum rückt, desto brüchiger scheint die Liebe, die da gefeiert werden soll.


Zauberer (Foto: Superfilm Productions GmbH)

Zauberer

Regie: Sebastian Brauneis
Österreich 2018 | 113 Min. | Uraufführung 

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Ein Figurenkarussell mitten in der Anonymität der Großstadt. Ein kleiner Junge verschwindet. Ein Psychiater beschreibt seiner blinden Freundin auf sinnliche Weise ihre Umwelt. Eine verzweifelte Mutter kümmert sich liebevoll um ihren Sohn im Wachkoma. Eine Schulkrankenschwester verliert mit ihrer Kündigung weit mehr als nur ihre Arbeit. Und ein Schüler, dessen vermeintlich harmloser Streich  all diese Schicksale verknüpft.


Rund um Ophüls 2018
Die großen Abräumer der 39. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis: "Landrauschen" und "Cops", die jeweils mit drei der begehrten Trophäen ausgezeichnet wurden. Alle Infos zum Festival gibt's hier.

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