Filmrolle (Foto: dpa /  Hendrik Schmidt)

Kurzfilme im Wettbewerb

 

In vier Programmen präsentieren sich in der kommenden Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis insgesamt 20 Kurzfilme dem saarländischen Publikum und der Jury.

Der Kurzfilmpreis ist mit 5000 Euro dotiert. Der Preis wird dem Regisseur zugesprochen, dessen Film in der Jury die meisten Stimmen erhält. Zudem wird ein Publikumspreis für Kurzfilme aus dem Wettbewerb vergeben, der ebenfalls mit 5000 Euro dotiert ist.


Programm 1


Was von Draußen kommt (Foto: Kai Gero Lenke Filmproduktion)

Was von draußen kommt

Regie: Kai Gero Lenke
Deutschland 2017 | digital | Farbe | 12 Min. | Uraufführung

Die beiden Brüder Ben und Alex werden mit einem verletzten Tier konfrontiert. Beiden ist klar, dass das Tier leidet und von seinem Schmerz erlöst werden muss. Doch wer bringt es übers Herz?


Royal Affairs (Foto: Internationale Filmschule Köln)

Royal Affairs

Regie: Jade Li
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 15 Min. | Engl. mit dt. UT | Uraufführung

Greg hat einen miesen Tag im Büro, als Aliens ihm die Zukunft der Menschheit überlassen.


Emma und die Wut (Foto: Tim Fulda)

Emma und die Wut

Regie: Elisa Mishto
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 14 Min. | Uraufführung

Die junge  Emma wird zu einer Wut-Management-Therapie verurteilt, nachdem sie ihrem Ex-Freund mit einem Toaster die Nase gebrochen hat. In ihrer Therapiegruppe lernt sie den Callboy Frank kennen, der sie bittet, seine Zuhälterin zu werden. Doch schon ihr erster Arbeitstag bringt Emma, die auf Bewährung draußen ist, in eine brenzlige Lage, bei der sich nur eine Frage stellt: Wird sie in der Lage sein, ihre Wut zu kontrollieren?


Kugelmenschen (Foto: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)

Kugelmenschen

Regie: Sophie Linnenbaum
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 7 Min. | ohne Dialog | Uraufführung

Wenn die Hellseherin in ihrer Kristallkugel die Zukunft vorhersagt, ist das für ihre Gehilfen Schwerstarbeit. Seit Jahren sind sie in der Wahrsagerkugel gefangen und müssen immer wieder Szenen aus dem zukünftigen Leben anderer Menschen durchspielen. Doch eines Tages ergibt sich die Gelegenheit zur Flucht.


PTOK (Foto: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)

PTOK

Regie: Ali Tamim
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 25 Min. | Uraufführung

Nach seiner morgendlichen Dusche rutscht der Protagonist aus, stürzt und bricht sich einen Wirbel. Er ist hüftabwärts gelähmt. Alleine in seiner Wohnung, unfähig sich zu bewegen, isoliert von der Außenwelt, beginnt ein Kampf ums Überleben.


Programm 2


Unter Strom (Foto: Ruven Breuer)

Unter Strom

Regie: Clemens Roth
Deutschland 2017 | digital | Farbe | 9 Min. | Russ. mit dt. UT | Uraufführung

Der junge Stasik wächst in einem ukrainischen Dorf auf, während seine Eltern in Westeuropa arbeiten. Nun wollen sie ihren Sohn zu sich holen. Doch ein Geheimnis belastet ihn: Stasik ist heimlich verliebt in seinen besten Freund Vassili.


La Ruche (Foto: Sven Paustian)

La Ruche

Video [SR.de, 24.01.2018, Länge: 03:56 Min.]
La Ruche: Made in Saarland
Schnelle Autos, Waffen, Gängsterbräute und das in Völklingen, Neunkirchen und Saarbrücken - der Kurzfilm "La Ruche" von Oona von Maydell wurde im Saarland gedreht.

Regie: Oona von Maydell
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 12 Min. | Uraufführung

Drei jungen Frauen wollen raus aus der Kleinstadt, die sie seit ihrer Kindheit miteinander verbindet. Sie scheren aus und brechen ein. Sie wollen nicht Beute werden, sondern Beute machen! Der Mustang Fastback kommt wie gerufen. Der volle Sound des starken Motors, die Waffen geschultert, lassen sie die bürgerliche Ödnis hinter sich. Aber gibt es ein richtiges Leben im falschen?


Nikotyna (Foto: Deutsche Film- und Fenrsehakademie)

Nikotyna

Regie: Ewa Wikiel
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 23 Min. | Uraufführung

1981, Heiligabend in Polen während des Kriegsrechts. Wegen eines Stromausfalls muss die 15-jährige Marta Weihnachten mit ihrer Familie bei Kerzenlicht feiern. In der Dunkelheit kommen familiäre Geheimnisse und Konflikte ans Licht. Nach der Eskalation eines Streits mit ihrem Vater verlässt Marta die Wohnung und erlebt die brutale Realität des Kriegsrechts auf den Straßen von Łódź.


Squash (Foto: Hochschule für Fernsehen und Film München)

Squash

Regie: Maximilian Bungarten
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 7 Min. | Uraufführung

Die Angestellte will ihr Gehalt. Doch anstatt ihren Arbeitsvertrag zu unterschrieben, fordert ihre Chefin sie heraus – zu einem Squash-Match. Die Angestellte muss um ihr Recht kämpfen, ansonsten wird ihr die Chance auf den beruflichen Aufstieg für immer verwehrt bleiben.


entschuldigung ich suche (Foto: Filmakademie Wien)

Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin

Video [SR.de, 25.01.2018, Länge: 04:12 Min.]
Entschuldigung, ich suche...: Von Kleinigkeiten und Elefanten
Der komplette - und in dieser Ausgabe des MOP wohl außergewöhnlichste - Titel des Kurzfilms lautet: "Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin".

Regie: Bernhard Wenger
Österreich, Deutschland, Schweden 2018 | digital | Farbe | 23 Min. | Dt., Engl., Schwed. mit dt. UT | Uraufführung

Ein schwedisches Paar ist auf Wellnessurlaub in den österreichischen Bergen. Nach einem Streit schlägt Arons Freundin die Tür hinter sich zu und verlässt das Hotelzimmer. Aron macht sich auf die Suche nach ihr und taucht in die skurrile Welt des Wellnesshotels ein. Er lässt sich so lange treiben, bis sich die Frage stellt: Sucht er seine Freundin oder in Wirklichkeit sich selbst?


Programm 3


EGO (Foto: Finyl)

EGO

Regie: Lukas Baier
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 13 Min. | Uraufführung

Verwirrt und orientierungslos wacht Marie mitten in einem verschneiten Wald am Steuer ihres Autos auf: Sie ist blutverschmiert, eingeklemmt und kann dem Rettungsdienst ihre Position nicht mitteilen. Für die Frau beginnen bange Stunden – bis sie eine Notiz entdeckt, die ihr Schicksal in ein völlig anderes Licht stellt.


Anderswo (Foto: Filmakademie Baden Württemberg)

Anderswo

Regie: Lara Witossek
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 20 Min. | Franz. mit dt. UT | Uraufführung

Ein verlassener Trailerpark ist die Heimat von Sigrid und Swann. Doch auch wenn sie am gleichen Ort wohnen, lebt jeder in seiner eigenen Welt. Ein Mädchen. Ein Typ. Ein Träumer. Ein Traumverkäufer. Und ein nicht existenter Raum. Eine Fantasie. Zwei Realitäten. Anderswo. Wir verlieren uns in einer Illusion von Liebe, bis wir schließlich aufwachen müssen. Aber ist wirklich alles, was wir sehen oder zu sein scheinen, nur ein Traum in einem Traum?


Zwischenstopp (Foto: 2 1 Film)

Zwischenstopp

Regie: Cosima Frei
Schweiz 2017 | digital | Farbe | 17 Min. | dt. Erstaufführung

Maren führt ein geregeltes Leben als Busreiseleiterin. Als ihr Bruder unerwartet auftaucht und sich ihrer Seniorenreisegruppe anschliesst, kann Maren nicht länger ausweichen. Hin- und hergerissen zwischen Zuneigung und Furcht vor den familiären Banden, versucht sie einen Umgang mit dem unerwünschten Gast zu finden. Im Bus, vor den Augen der Reisegruppe kommt es zum Eklat.


Rotkäppchen (Foto: Hamburg Media School)

Rotkäppchen

Regie: Lynn Oona Baur
Deutschland 2017 | digital | s/w | 8 Min. | Uraufführung

Das Jahr 2032. Die regierende rechtspopulistische Partei hat Deutschland in einen totalitären Staat verwandelt. Ein wichtiges Mittel, um systemkonforme Menschen heranzuzüchten, ist die Manipulation von Kindern durch das Bildungssystem. Die zehnjährige Luise darf im Schultheater das Rotkäppchen spielen. Doch als das scheinbar harmlose Singspiel in eine brutale Propaganda-Aktion mündet, erkennt ihre Mutter, dass sie ihre Tochter schützen muss, um sie nicht an das System zu verlieren.


DOWN DOWN DOWN (Foto: Marius Land)
DOWN DOWN DOWN

Down Down Down

Regie: Xaver Xylophon
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 18 Min. | Uraufführung

Heinrich braucht was zum Kiffen, um sein Gehirn zu betäuben, sonst kann er nicht pennen. Früher war er mal ein ambitionierter Kinderbuchautor, aber jetzt versteckt er sich vor der Welt, ihren frustrierenden Nachrichtenmeldungen und all diesen menschlichen Abgründen – bis die Nachbarkatze dafür sorgt, dass das ganze Gras in der Badewanne absäuft. Heinrich ist gezwungen rauszugehen. Nachschub kaufen in einer ungemütlichen Berliner Nacht.


Programm 4


Biest (Foto: Hamburg Media School)

Biest

Regie: Sandra Schröder
Deutschland 2017 | digital | Farbe | 12 Min. | Uraufführung

Verliebt, verlobt und... vollgekotzt! Karla und Falk überfahren auf dem Weg in die Flitterwochen einen Hund und verletzen ihn schwer. Nach diversen Rettungsversuchen sieht das arme Tier schon sein letztes Stündlein schlagen – doch da nähert sich das Schicksal zum großen Finale.


Mein ist die Rache (Foto: Filmakademie Baden Württemberg)

Mein ist die Rache

Video
Mein ist die Rache: Hinterfragen von Werten
Keine Gewinner, keine Verlierer: Regisseur des Kurzfilms Antoine Dengler und Drehbuchautorin Regina Dietl erklären, dass es darin nicht nur um die kirchlichen, sondern um generelle Strukturen geht, die es zu hinterfragen gilt.

Regie: Antoine Dengler
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 20 Min. | Uraufführung

Priester Benedikt trifft im Beichtstuhl auf einen unbekannten Mann, der ihn auf seine letze Predigt anspricht. Schnell wird klar, dass die zwei Männer mehr voneinander wissen, als ihnen lieb ist. Aus der Beichte wird ein Spiel um Leben und Tod.


Sacrilge (Foto: Box Berguglia)

Sacrilège

Regie: Christophe M. Saber
Schweiz 2017 | digital | Farbe | 14 Min. | Franz. mit dt. UT | dt. Erstaufführung

Saoud ist der Chef in seinem Viertel in Saint Etienne. Doch als das Gerücht aufkommt, dass er Geld aus der lokalen Moschee gestohlen haben soll, bricht eine Flut von Anschuldigungen über ihn herein. Sein Abstieg scheint unausweichlich.


4,95 (Foto: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin)

4,95

Regie: Timo Bénit
Deutschland 2018 | digital | Farbe | 17 Min. | Uraufführung

Ein gelber Friseursalon, in dem ein Haarschnitt nicht zu teuer ist. Ein junger Mann möchte eine neue Frisur ausprobieren und dabei auch noch Geld sparen. Leider läuft nicht alles wie geplant.


Die Bewegung der Sterne (Foto: Filmakademie Wien)

Die Bewegung der Sterne

Regie: Jan Prazak
Österreich 2018 | digital | Farbe | 14 Min. | Uraufführung

Die achtjährige Lena ist fasziniert vom Weltraum. Ihr Lieblingsbuch handelt von der geheimen Verbindung zwischen Sternen und Menschen. Als eines Tages eine Sonnenfinsternis bevorsteht, nimmt ihr Vater sie mit, das Ereignis zu beobachten. Doch was die Zeilen aus Lenas Buch wirklich bedeuten, wird erst klar, als das seltene Naturschauspiel das Leben der beiden für immer verändert.


Rund um Ophüls 2018
Die großen Abräumer der 39. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis: "Landrauschen" und "Cops", die jeweils mit drei der begehrten Trophäen ausgezeichnet wurden. Alle Infos zum Festival gibt's hier.

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