Stefan Höh und Werner Höh  (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Familie Universum

Carla Sommer und Pasquale D'Angiolillo   23.01.2016 | 14:47 Uhr

Obwohl Stefan Höh und sein Vater Werner Höh zwei völlig unterschiedliche Leidenschaften haben, sind sie sich doch ähnlich. In dem Ehrgeiz, mit dem sie diese Leidenschaften leben. Stefan Höh, in Homburg geboren, ist Filmemacher und hat zusammen mit seiner Frau die Dokumentation „Mister Universum“ über seinen Vater gedreht. Der war vor über zehn Jahren mehrfacher Weltmeister im Bodybuilding und wagt im Film ein Comeback.

„Das ist gar nicht so einfach“, gesteht Werner Höh. „Mit 59 Jahren funktioniert der Stoffwechsel nicht mehr so.“ Aber auch andere Umstände machen es ihm im Film nicht leicht, sein Ziel zu erreichen. „Ich hatte ein Fitnessstudio in Waldmohr und bin insolvent gegangen. Das war ein Tiefpunkt“, erzählt er. Zu Beginn des Films haben er und seine Familie gerade ihr Haus verloren. Sich vor der Kamera zu öffnen war für Höh aber nie ein Problem. „Ich bin ja kein schlechter Mensch, nur weil ich insolvent gegangen bin. Vielleicht kann man anderen Menschen damit sogar Kraft geben.“

Auch für seinen Sohn Stefan gab es nie einen Grund an dem Film zu zweifeln. „Ganz im Gegenteil. Ich bin unheimlich stolz, dass der Film jetzt in Saarbrücken auf der großen Leinwand läuft und viele Menschen ihn sehen werden. Vielleicht auch die, die nicht an uns geglaubt haben“, sagt er. „Es ist nur schade, dass meine Frau nicht bei der Premiere dabei sein kann. Die ist gerade in der Antarktis und dreht schon unseren nächsten Film.“

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