Drei junge Filmemacher haben die erste Folge ihrer Serie auf dem Filmfestival gezeigt. (Foto: Leonie Rottmann)

Neue Perspektiven durch Filmfestival

Leonie Rottmann   19.01.2019 | 12:55 Uhr

Drei junge saarländische Filmemacher stellen ihre erste eigene Serien-Produktion auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis vor. Darin geht es um Vigo, der chronische Geldprobleme hat. Die Premiere im Filmhaus hat die Macher umgehauen, denn "Vigo" kam richtig gut an.

Das Publikum applaudiert und jubelt. Die erste Folge der Serie "Vigo“ ist im Rahmen einer Veranstaltung des Festivals im Saarbrücker Filmhaus gezeigt worden. "Die Einladung zum Festival kam sehr plötzlich, wir hatten viel Angst, aber es wurde zum riesigen Erfolg“, erzählt Gian Alba. Er spielt die Hauptfigur "Vigo“ und hatte als Drehbuchautor die Idee zu der Geschichte. Auch Tobias Kirschner und Philip Müller können noch nicht an ihren Erfolg glauben. Die beiden studieren Media Art und Design an der HBK in Saarbrücken und haben gemeinsam Regie geführt.

Die Geschichte funktioniert

Das Feedback der Produzenten, Regisseure und Besucher der Festivals im Anschluss an die Vorführung war durchweg positiv. Kein Wunder: Es ist kaum eine Minute vergangen, in der der Saal nicht von Gelächter erfüllt wurde. Das Publikum hatte sich gerade wieder beruhigt, da stolperte Vigo schon wieder in eine neue lustige Situation. Nach den ersten Minuten fiel daher auch die Anspannung der drei Nachwuchsfilmemacher ab.

Ein Jahr lang haben sie mit ihrem dreißigköpfigen Team an dem Film gearbeitet, zehn Tage haben sie gedreht. Gian Alba hat die Vorführung beim Festival vor allem als Test gesehen: "Wenn die Leute lachen, weiß man, dass der Film funktioniert. Und die Leute haben sogar an Stellen gelacht, die eigentlich von uns gar nicht dafür vorgesehen waren.“ "Ich denke einfach die ganze Zeit, dass ich bald aufwache und das alles gar nicht passiert ist. Die ganze Situation ist total verrückt“, erzählt Philip Müller.

Das Filmfestival als Chance

Das Team hat sein Ziel erreicht: Nach der Veranstaltung sind einige Produzenten für Web und Fernsehen auf sie zugekommen, die sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Wo der Weg für "Vigo“ hingeht und wo die Serie künftig zu sehen ist, ist aber noch offen.

Für die drei steht fest, dass sie sich immer an ihre Premiere auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis erinnern werden: "Es ist eine Perle für Saarbrücken. Dadurch kommen Leute, die sonst nicht kommen würden und es entstehen Zusammenarbeiten, die es ohne das Festival nicht geben würde.“


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