Eine Kette mit einem Max Ophüls Preis Anhänger (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Vorstellung der Jurys

  16.01.2020 | 16:18 Uhr

Wer gewinnt den Hauptpreis? An wen geht der Preis für die beste Filmmusik? Darüber - und über viele andere Preise - haben auch in diesem Jahr wieder sechs Jurys entschieden. Wir stellen sie vor.


Jury Wettbewerb Spielfilm


Das melancholische Mädchen: Strukturen erkennen
Video [SR.de, (c) SR, 16.01.2019, Länge: 06:40 Min.]
Das melancholische Mädchen: Strukturen erkennen

Die Spielfilmjury entscheidet über insgesamt fünf Preise: Max Ophüls Preis: Bester Spielfilm, Max Ophüls Preis: Beste Regie, zwei Preise für den besten Schauspielnachwuchs und den Max Ophüls Preis für den gesellschaftlich relevanten Film.

Susanne Heinrich
Die Pfarrerstochter aus Ostdeutschland schrieb im Alter von 19 bis 25 vier Bücher. Von 2012 bis 2019 studierte sie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin Regie. Mit ihrem Abschlussfilm "Das melancholische Mädchen" gewann sie 2019 den Max Ophüls Preis: Bester Spielfilm.

Cüneyt Kaya
Der Autor und Regisseur entwickelte im Auftrag der EU von 2004 bis 2006 mehrere Dokumentarfilme über die Flüchtlingsentwicklung in Europa. 2013 wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis sein Kinodebüt "Ummah - unter Freunden" uraufgeführt. 2020 erscheint von ihm der Spielfilm "Betonrausch", die erste Netflix-Original-Produktion in Spielfilmlänge (Produktion UFA Fiction).

Heike Parplies
Zur Filmografie der Editorin gehören Kinofilme wie "Der Wald vor lauter Bäumen" und "Alle anderen". Für "Toni Erdmann" wurde sie unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Ihr jüngstes Spielfilmprojekt "A vida invisivel de euridice gusmao" gewann den Certain Regard in Cannes 2019.

Franziska Weisz
Die Schauspielerin feierte ihr Filmdebüt mit "Hundstage", der 1999 in Venedig ausgezeichnet wurde. Ihr zweiter Film "Hotel" hatte 2004 in Cannes Premiere. Es folgten Rollen in mehreren Berlinale-Filmen, unter anderem in "Kreuzweg", der 2014 den Silbernen Bären erhielt. Seit 2015 ist sie als Ermittlerin im NDR-"Tatort“ zu sehen.

Jonas Weydemann
Er gründete mit seinem Bruder die Filmproduktion Weydemann Bros. Ihre Filme haben zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem einen Silbernen Bär und einen Golden Goblet. Weydemann ist Deutschland-Koordinator von "Eave", lehrt beim Produzenten Workshop TTB und ist Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie.


Jury Wettbewerb Kurzfilm / Mittellanger Film


Die Jury Kurzfilm und Mittellanger Film vergibt in den beiden Wettbewerbskategorien jeweils folgende Preise: Max Ophüls Preis: Bester Mittellanger Film und den Max Ophüls Preis: Bester Kurzfilm

Neelesha Barthel
Sie arbeitet seit 1999 als freie Kamerafrau, Editorin und Regisseurin für Film- und Werbeproduktionen und ist seit 1995 auch als Schauspielerin tätig. Ihr erster Kinofilm "Marry me - Aber bitte auf Indisch!" kam 2015 in die deutschen Kinos. Im Fernsehen war von ihr zuletzt u.a. die Komödie "Zum Glück gibt’s Schreiner“ zu sehen

Jane Chirwa
Nach ihrem Schauspielstudium an der Theaterakademie Vorpommern wirkte sie in einer Reihe von Kinofilmen mit, u.a. in "Solness, vor der Morgenröte" und "Schubert in love". Zudem stand sie u.a. für die Netflix-Serie „Berlin Station“ und die neue ZDF-Krimiserie „Blutige Anfänger" vor der Kamera.

David Armati Lechner
Er schloss 2018 sein Studium an der HFF München ab und ist seit 2017 zusammen mit Trini Götze geschäftsführender Gesellschafter der Trimafilm. Zu den Produktionen zählen die Kinofilme "Alles ist gut" von Eva Trobisch und "Mein Ende. Dein Anfang". von Mariko Minoguchi sowie die ZDF-Serie „Fett und Fett“ von Chiara Grabmayr und Jakob Schreier.


Jury Wettbewerb Dokumentarfilm


Die Dokumentarfilmjury verleiht die Preise für den Max Ophüls Preis: Bester Dokumentarfilm und den Max Ophüls Preis: Beste Musik in einem Dokumentarfilm.

Sigrun Köhler
Unter dem Label „Böller und Brot“ realisierte sie zusammen mit Wiltrud Baier bisher sieben Kinodokumentarfilme, darunter "Schotter wie Heu", "Where's the beer and when do we get paid?"und "Wer hat Angst vor Sybille Berg". 2012 erhielten sie für "Alarm am Hauptbahnhof" den Grimme-Preis.

Damian Scholl
Der Komponist absolvierte ein Studium der Komposition (UdK Berlin) und der Filmmusik (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf). Er wurde u.a. mit dem Preis des Deutschlandfunk und dem WDR Filmscore Award ausgezeichnet. Für seine Musik zu dem Dokumentarfilm "Beuys" erhielt er den Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis.

Joana Scrinzi
Die Editorin feierte 2008 ihr Kinodebüt mit "März" von Händl Klaus, mit dem sie 2016 bei "Kater" erneut zusammenarbeitete. Für diesen Film erhielt sie eine Nominierung für den Österreichischen Filmpreis. 2018 gewann sie den Diagonale-Preis für "Gwendolyn" und "Nicht von schlechten Eltern". Scrinzi ist Mitglied der Akademie des Österreichischen Films.


Drehbuch-Jury


Die Drehbuch-Jury vergibt den Max Ophüls Preis: Fritz-Raff-Drehbuchpreis.

Oliver Hottong (Foto: SR)

Oliver Hottong
Studium der deutschen Literatur- und Sprachwissenschaft sowie Musikwissenschaft. Er arbeitet als Kulturjournalist beim Saarländischen Rundfunk und begleitete als Filmexperte und langjähriger Moderator der SR-Talks das Filmfestival Max Ophüls Preis schon seit 20 Jahren.

Eva Katharina Klöcker
Neben dem Studium in Saarbrücken, Metz und Babelsberg arbeitete sie als Drehbuchlektorin, seit 2015 ist sie beim ZDF. Als Redakteurin betreute sie zunächst im Kleinen Fernsehspiel Spiel- und Dokumentarfilme und nun verschiedene Primetime-Programme. Seit 2018 ist sie zudem Betreuerin bei der Drehbuchwerkstatt München.

Elena von Saucken
Sie produzierte mehrere kurze und mittellange Filme, darunter POLAR von Michael Koch, Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises 2010. Ihr Debüt als Autorin feierte sie 2009 mit dem mehrfach preisgekrönten Spielfilm "Das Lied in mir" von Florian Cossen. Für ihr Drehbuch zu der kanadisch-deutschen Ko-Produktion "Coconut Hero" erhielt sie den Tankred-Dorst-Preis.


Ökumenische Jury


Ausgezeichnet wird ein Film aus dem Wettbewerb Spielfilm, dem es mit wirklicher künstlerischer Begabung gelingt, die Zuschauer für spirituelle, menschliche oder soziale Fragen und Werte zu sensibilisieren. Der Preis von "Interfilm" und "Signis" ist mit 2.500 Euro dotiert und wird von der Katholischen Erwachsenenbildung Saarland-Landesarbeitsgemeinschaft e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung im Saarland e.V., vertreten durch die Evangelische Akademie im Saarland, gemeinsam gestiftet.

Dr. Hermann Kocher
Der promovierte Theologe ist als Pfarrer in Langnau im Emmental tätig und arbeitet freiberuflich als Supervisor und Coach. Zudem ist er Vizepräsident von Interfilm Schweiz.

Théo Peporté
Der ehemalige Leiter des Kommunikations- und Pressezentrums der Katholischen Kirche in Luxemburg war von 2003 bis 2010 Schatzmeister von Signis Welt sowie von 2001 bis 2017 Delegierter von SIGNIS Europa. Er ist Mitglied im Signis Cinema Desk.

Birgit Persch-Klein
Die zertifizierte Medienpädagogin ist Leiterin der Katholischen Erwachsenenbildung Saarbrücken und arbeitet in unterschiedlichen medialen Projekten. Von 2006 bis 2009 war sie Leiterin des AK Films im Jugendcafé Exodus.

Marisa Winter
Die Fotografin und Kamerafrau ist Vorsitzende des Forums für Mittellange Filme, das jährlich in Berlin die Big Shorts Awards vergibt. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Auswahlbeirat des Günter-Rohrbach-Filmpreises und Ausschussmitglied der saarländischen Filmförderung.


Jugendjury


Für das 41. Filmfestival Max Ophüls Preis 2020 wird eine deutsch-französische Jugendjury in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken bestellt. Sie vergibt den Max Ophüls Preis: Preis der Jugendjury, gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung und der Landeszentrale für politische Bildung Saarland.



Justus Almstedt, Anna Burgardt, Tom Kurzyca, Sasha-Thea Rukover, Francesco Sanfilippo

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