Der Hauptmann von Robert Schwentke (Foto: Pressefoto/MOP)

"Der Hauptmann" eröffnet Ophüls-Festival

  11.12.2017 | 12:14 Uhr

Das 39. Filmfestival Max Ophüls Preis startet am 22. Januar 2018 mit der Deutschlandpremiere des Dramas "Der Hauptmann". Der Regisseur Robert Schwentke wird seinen Film persönlich in Saarbrücken präsentieren. Der Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, thematisiert die Mechanismen des Nationalsozialismus.

Ophüls-Auftakt mit "Der Hauptmann"
Dieses Jahr wird's besonders düster beim Filmfestival Max Ophüls Preis: Gerade Mal eine Komödie, dafür viele Dramen und abgründige Filme stehen auf dem Programm. Aber düster ist nicht unbedingt schlecht, meint SR-Reporter Max Knieriemen: Der Eröffnungsfilm "Der Hauptmann" von Robert Schwentke ist für ihn so ein Fall: eine gelungene, ernsthafte und blutige Köpenickiade, die kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges spielt.

Der Hauptmann spielt in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs. Als der junge Gefreite Willi Herold auf der Flucht eine Hauptmannsuniform findet, streift er die Uniform und die damit verbundene Rolle über. Schnell wird er von anderen Soldaten als Befehlsgeber wahrgenommen. Um nicht enttarnt zu werden, steigert sich Herold nach und nach in die Rolle des skrupellosen Hauptmanns und verfällt dem Rausch der Macht.

Gespielt wird der Film unter anderem von Max Hubacher, Milan Peschel, Frederick Lau und Alexander Fehling. Seine Weltpremiere feierte er auf dem diesjährigen Toronto International Film Festival. Außerdem wurde die Kameraarbeit von Florian Ballhaus beim San Sebastián Film Festival 2017 mit dem Jurypreis für die Beste Kamera ausgezeichnet.

Das 39. Filmfestival findet vom 22. bis 28. Januar in Saarbrücken statt. Seit dem 5. Dezember können sich Kinogänger die 5er- und Sonntagspässe für die Vorstellungen im Januar sichern.

Audio [SR 2, Florian Mayer, 23.01.2018, Länge: 03:20 Min.]
Reaktionen auf den Eröffnungsfilm "Der Hauptmann"

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