Linda Krasenbrink mit dem Gedichtsammelband "Lockdownlyrik" (Foto: SR/Felix Schneider)

Lyrik über Gefühle und Gedanken im Lockdown

Laura Heckmann   28.05.2021 | 16:40 Uhr

Über Corona und den Lockdown hat die Saarländerin Linda Krasenbrink ein Gedicht verfasst. Darin verarbeitet sie neben negativen auch überraschend positive Erkenntnisse. Unter dem Titel „Lockdownlyrik“ ist ihr Gedicht nun in einem Sammelband veröffentlicht worden – als einziges aus dem Saarland.

Linda Krasenbrink ist ein echter Kreativkopf. Egal ob tanzen, basteln oder zeichnen – die 27-Jährige hat sich schon an so einigen kreativen Ausdrucksformen versucht. Ihr aktuelles Projekt: Gedichte schreiben.

Linda stammt gebürtig aus Hessen, hat aber den Großteil ihres Lebens im Saarland verbracht. Kreatives Arbeiten ist für sie ein Ventil, um sich mitzuteilen oder aber ihren Gedanken freien Lauf zu lassen.

"Tanzen war mein Hauptberuf"

Tanzen war ihre erste kreative Leidenschaft. Hier ist sie voll in ihrem Element. Wenn man sie dabei beobachtet, wirkt es, als würde sie abtauchen in eine andere Welt und sich einfach von der Musik, ihrem Rhythmus und ihrem Klang, tragen lassen.

Corona-Lyrik: Linda Krasenbrink und ihr Gedicht über den Lockdown
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 28.05.2021, Länge: 04:57 Min.]
Corona-Lyrik: Linda Krasenbrink und ihr Gedicht über den Lockdown

Jahrelang tanzte sie auf Profiniveau. „Während des Studiums war das Tanzen mein Hauptberuf. Alles andere war eher Nebensache. Aber irgendwann holt einen die Zeit ein. Man hat nicht mehr so viel Freizeit. Man beendet die Uni. So habe ich dann auch Abstand vom Tanzen gewonnen.“ Ihr größter Erfolg: die Europameisterschaft 2019. Danach folgten einfache Projekte im Theater.

Mit der Zeiten kamen die Gedanken

Im Lockdown hat sie dann mit dem Dichten begonnen. „Tanzen und Gedichte schreiben – das ist für mich wirklich sehr ähnlich. Mit beiden Ausdrucksformen kann ich meine Gefühle nach außen tragen. Beim Tanzen eher mit dem Körper und der Fitness, da kann ich den Kopf ausschalten. Beim Schreiben kann ich meine ganze Kraft und Energie in die Wörter stecken.“

Mit der vielen Zeit nach der Uni und im Lockdown kamen auch die vielen Gedanken, sagt sie. In ihrem Gedicht „Eigentlich“ hat sie ihre Gedanken und Gefühle über das Jahr 2020 verarbeitet. „Das ging relativ schnell, weil ich wusste, was ich fühlte. Ich habe es dann direkt runtergeschrieben.“

Projekt eines Berliner Lyrikers

Auf Instagram entdeckte sie den Aufruf des Berliner Lyrikers Fabian Leonhard. Er wollte Gedichte sammeln über die Gefühle und das Leben im Lockdown und die besten Einsendungen unter dem Titel „Lockdownlyrik“ veröffentlichen. Diesem Aufruf ist Linda gefolgt. Dass sie es als einzige Saarländerin in den Sammelband geschafft hat, macht sie sehr stolz.

Auch in Zukunft möchte die 27-Jährige weiter kreativ bleiben – und dafür hat sie auch schon einen Plan. Die neu geschöpfte kreative Energie will sie künftig der Fotografie widmen.

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