Die Villa Borg in Perl-Borg lädt Gäste zum Übernachten unter den Sternen ein. (Foto: Foto: Christine Niessen)

Villa Borg und Villa Nennig wollen kooperieren

Simin Sadeghi   04.08.2018 | 08:48 Uhr

Die Träger der römischen Ausgrabungsstätten Villa Borg und Villa Nennig wollen künftig enger zusammenarbeiten. Das hat die Kulturstiftung Merzig-Wadern dem SR auf Anfrage mitgeteilt.

Villa Borg und Villa Nennig wollen kooperieren
Audio [SR 2, Simin Sadeghi, 04.08.2018, Länge: 03:46 Min.]
Villa Borg und Villa Nennig wollen kooperieren

Zwei römische Villen, beide in Perl nur wenige Kilometer voneinander entfernt – und bisher keine Zusammenarbeit. Lediglich die Flyer der jeweils anderen Ausgrabungsstätte liegen an der Kasse aus. Nach Angaben der Kulturstiftung Merzig-Wadern soll sich das in Zukunft ändern. Auch die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz bestätig, dass es Gespräche gibt.

Vor allem die Villa Nennig, mit dem 160 Quadratmeter großen Mosaikboden, soll von einer Kooperation profitieren. Sie verzeichnet im Jahr nur gut ein Viertel der Besucherzahlen des Freilichtmuseums in Borg. Damit reagiert die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz auf Kritik wegen geringer Vermarktung des römischen Mosaiks in der Villa Nennig.

Gemeinsame Führungen denkbar

Wie genau eine Kooperation aussehen kann, ist noch nicht geklärt. Laut der Landrätin von Merzig-Wadern, Daniela Schlegel-Friedrich, müssen erst gemeinsame Standards in Sachen Qualität und Personal festgelegt werden. Man denke aber über gemeinsame Führungen und Eintrittskarten nach. Bis Ende des Jahres sollen Vorschläge für die Kooperation erarbeitet werden.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 04.08.2018 berichtet.

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