Ein Saxophonspieler (Foto: dpa/Tobias Hase)

Jazz-Festival: Vereinschef räumt Fehler ein

Dietmar Schellin / Onlinefassung: Caroline Uhl   29.01.2018 | 20:32 Uhr

In die Affäre um ausstehende Musiker-Gagen beim Saarbrücker Jazz-Festival kommt Bewegung. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins Jazz-Syndikat will sich um die Wiedergutmachung bemühen. Es geht um einen Schaden im fünfstelligen Bereich.

Anders als in der Presse dargestellt, sei er nicht abgetaucht, sondern habe sich aktiv bei der Staatsanwaltschaft gemeldet, betonte der Vorstandschef des Jazz-Syndikats, Wolfgang Krause. Er sei dann auch polizeilich verhört worden.

Eine fünfstellige Summe

Krause räumt Fehler ein. Er habe Geld, das für Gagen gedacht war, für private Zwecke ausgegeben. Nach seinen Angaben soll die Summe, die der Verein mehreren Jazz-Bands und einem Saarbrücker Hotelbetrieb schuldet, im mittleren fünfstelligen Bereich liegen. Der Ausstand soll aus einer Erbmasse beglichen werden.

Ende vergangenen Jahres waren Finanzprobleme beim Jazzfestival bekannt geworden: Mehrere Künstler warteten noch auf ihre Gage. Der Etat des Festivals lag zuletzt bei rund 96.000 Euro, ein Teil des Geldes war verschwunden. Die Staatsanwaltschaft nahm Vorermittlungen auf.

Über dieses Thema wurde auch im Nachrichtenblock des aktuellen Berichts vom 29.01.2018 berichtet.

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