Katharina Deimel-Entnehmen der Frabprobe (Foto: Historisches Museum Saar-Thomas Roessler)

Restaurierungsarbeiten digital verfolgen

  07.03.2021 | 16:52 Uhr

In Detailarbeit werden im Historischen Museum Saar derzeit zwei Gemälde instandgesetzt. Nun können Kunstinteressierte der Expertin Katharina Deimel bei der Restaurierung über die Schulter schauen. Das Museum gewährt per Webcam Einblicke in die aktuellen Arbeiten.

Ausgerissene Ränder werden stabilisiert, Vorder- und Rückseite von alten Schmutzschichten befreit, danach beginnen die Detailarbeiten. Die Expertin Katharina Deimel restauriert für das Historische Museum aktuell zwei Gemälde der kommenden Sonderausstellung „Monumente des Krieges“. Kunstinteressierte können ihr nun dabei über die Schulter schauen.

Die Restaurierungswerkstatt im Untergeschoss des Museumsbaus ist für Besucher zwar noch geschlossen, allerdings wurde eine Webcam eingerichtet. Auf der Museumsseite www.historisches-museum.org werden in regelmäßigen Abständen Fotoaufnahmen der Fortschritte eingestellt. Dazu werden an einer Tafel einzelne Schritte erklärt.

„Die Übertragung im Internet steht für einen partizipativen Ansatz, der es auch den Menschen, die das Museum nicht real besuchen können, ermöglicht, eines der spannendsten Kapitel der Museumsarbeit kennenzulernen: die Bewahrung und Erhaltung von Kulturgut“, erklärt Museumsdirektor Simon Matzerath.

Gemälde gehören zum Alt-Saarbrücker Rathauszyklus

Die beiden Werke werden nacheinander restauriert, sie gehören zu den sieben Gemälden des Alt-Saarbrücker Rathauszyklus. Mit einer Gesamtbildfläche von über 55 Quadratmetern sollen die Ölgemälde bei Wiedereröffnung für Besucher präsentiert werden. Aufgebockt auf der Restaurierungsbank liegt im Moment noch Anton von Werners „Fürst Bismarck“ (1880). Danach hält das größte Gemälde des Zyklus „Ankunft König Wilhelms I. in Saarbrücken“ (1880), mit einer Breite von über fünf Metern, Einzug in die Werkstatt.

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