Günter-Rohrbach Filmpreis (Foto: SR)

Günter Rohrbach Preis wird verliehen

  08.11.2019 | 08:53 Uhr

In Neunkirchen wird am Abend der "Günter Rohrbach Filmpreis" verliehen. Neben dem Preis für den besten Film, der mit 10.000 Euro dotiert ist, werden zusätzlich vier weitere Preise vergeben.

Die vier Finalisten für den Günter Rohrbach Filmpreis stehen fest – sie konnten sich unter den 61 eingereichten Werken durchsetzen. Die vier Gewinnerfilme konkurrieren nun um die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für den besten Film. Ins Finale geschafft haben es die Filme „Atlas“, "Deutschstunde", "Rufmord" und "Systemsprenger".

Video [aktueller bericht, 10.10.2019, Länge: 3:25 Min.]
Finale des Günter-Rohrbach-Filmpreises

Die Finalisten

weitere Informationen
"Der Günter-Rohrbach-Preis bezeugt, dass die Ausgrenzung von Frauen endlich vorbei ist"
Zum neunten Mal werden in dieser Woche in der Ausgewählt hat die vier Finalfilme eine Jury unter dem Vorsitz der deutschen Regisseurin Margarethe von Trotta. SR-Moderator Jochen Marmit hat mir ihr über die "Shortlist" des Günter Rohrbach Preises gesprochen.

David Nawrath erzählt im Drama "Atlas" die Geschichte des 60-jährigen Möbelpackers Walter. Er wird im Zuge einer Zwangsräumung mit seiner eigenen Geschichte konfrontiert und vor wichtige Entscheidungen gestellt.

In "Deutschstunde" von Christian Schwochow geht es um das Berufsverbot und die persönliches Verantwortung im Dritten Reich. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Siegfried Lenz und bietet eine Starbesetzung mit Tobias Moretti und Ulrich Nöten.

Der Film "Rufmord" von Viviane Andereggn erzählt die Geschichte von Grundschullehrerin Luisa. Sie hat sich in ihrem Job auf dem bayrischen Land eigentlich gut eingelebt, bis ein kompromittierendes Foto im Netz auftaucht. Ab dem Zeitpunkt muss sie um ihren Ruf kämpfen.

Auch Nora Fingscheidt ist mit ihrem Drama "Systemsprenger" ins Finale gekommen. Darin geht es um Benni, ein neunjähriges verhaltensgestörtes Mädchen, mit dem weder ihre Mutter noch das Sozialsystem fertig werden. Die Hauptrolle spielt die erst elfjährige Helena Zengel.

Weitere Auszeichnungen

Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Weiterhin werden Darstellerpreise in Höhe von 5000 Euro vergeben, der Preis des Saarländischen Rundfunks (dotiert mit 5000 Euro), der Preis der Saarland Film GmbH (dotiert mit 3500 Euro) und der Preis der Stadt Neunkirchen (dotiert mit 2500 Euro).

Der Preis und sein Namensgeber

Prof. Dr. Günter Rohrbach gehört zu den erfolgreichsten Filmproduzenten in Deutschland. Zu seinen Filmen zählen internationale Erfolgsproduktionen wie "Das Boot", "Die unendliche Geschichte" und "Die weiße Massai" und Höhepunkte der Fernsehgeschichte wie "Berlin Alexanderplatz" sowie nationale Kinohits wie "Die Apothekerin", "Rennschwein Rudi Rüssel" und "Schtonk".

Der nach dem gebürtigen Neunkircher benannte Preis wurde 2011 zum ersten Mal vergeben. Am Wettbewerb können deutschsprachige Spielfilme mit einer Länge von mindestens 80 Minuten teilnehmen, die in den Themenbereich „Arbeitswelt und Gesellschaft“ gehören.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 10.10.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja