Historisches Museum Saar; Besucher in der Ausstellung "Steinerne Macht" (Foto: Historisches Museum Saar, Oliver Dietze)

Überregionales Interesse an "Steinerne Macht"

Kerstin Junk   22.06.2019 | 10:32 Uhr

Am Sonntag endet die Sonderausstellung "Steinerne Macht" im Historischen Museum Saar – und der Versuch, ein internationaleres Publikum anzulocken. Dafür wurde erstmals über die Landesgrenzen hinaus geworben.

24.500 Geschichtsinteressierte haben die Sonderausstellung seit der Eröffnung im November 2018 besucht. Simon Matzerath, Museumsdirektor und Kurator der Ausstellung, zeigte sich mit der Resonanz zufrieden. "Ein Gast kam sogar extra aus Schottland hierher, nur um die Ausstellung zu sehen. Damit hatten wir nicht gerechnet, aber es hat uns natürlich gefreut." Das sei für das Museum ein echter Gewinn und mache es auf der internationalen Landkarte bekannt, so Matzerath.

Zerstörte Anlagen erwachen zu neuem Leben

Auf 1300 Quadratmeter Ausstellungsfläche konnten Besucher die Baugeschichte der Burgen, Schlösser und Festungen der Großregion SaarLorLux nachverfolgen. Dabei wurde ein zeitlicher Bogen von mittelalterlichen Bauwerken wie der Burg Vianden in Luxemburg bis hin zur geplanten NS-Ordensburg an der Saarschleife gespannt.

Auch Bauwerke, die in der Französischen Revolution oder in den Weltkriegen zerstört wurden, erwachten in der Ausstellung zu neuem Leben. So zeigten großformatige fotorealistische Computer-Rekonstruktionen kaum noch erhaltene Anlagen - etwa das Schloss Karlsberg bei Homburg in seiner ursprünglichen Pracht. Daneben boten archäologische Objekte, von Spielfiguren bis hin zu Waffen und anderen Alltagsgegenständen, einen Einblick in die Lebenswelt der Menschen zur damaligen Zeit.

Ausstellungsstücke mit Alleinstellungsmerkmal

Bei der Konzeption der Ausstellung legten Matzerath und seine Kollegen Wert auf Originalität: "Wir wollten keine Massenware ausstellen. Die Exponate müssen eine kunstgeschichtliche Bedeutung haben, Alleinstellungsmerkmale haben und typisch für die Großregion sein. Wir wollten aus allen drei Ländern etwas Repräsentatives haben. Das war nicht immer leicht, aber wir haben es geschafft." So finden sich unter den Exponaten auch viele Leihgaben aus anderen Museen, zum Beispiel aus dem Musée de la Cour d'Or in Metz.

Kurzentschlossene, die die Ausstellung noch besuchen möchten, haben noch bis Sonntag die Gelegenheit dazu.

Artikel mit anderen teilen