Kabarettist Detlev Schönauer (Foto: imago images / Becker&Bredel)

Schönauer kündigt Karriereende an

mit Informationen von dpa   16.09.2019 | 14:59 Uhr

Der Kabarettist Detlev Schönauer will sich 2021 von der Bühne verabschieden. Das kündigte Schönauer am Samstagabend bei der Premiere seines neuen Bühnenprogramms an. Ein Grund sei, dass ihm politisches Kabarett keinen Spaß mehr mache.

Bis Frühsommer 2021 will Schönauer noch sein gerade angelaufenes neues Programm "Frauen verstehen in 100 Minuten" spielen. "Danach begebe ich mich in den kabarettistischen Ruhestand."

Detlef Schönauer und seine Programm-Premiere in Saarbrücken
Audio [SR 3, Frank Hofmann, 16.09.2019, Länge: 02:33 Min.]
Detlef Schönauer und seine Programm-Premiere in Saarbrücken

Er merke zunehmend, wie ihn ein zweieinhalbstündiger Auftritt anstrenge, sagte der gebürtige Mainzer, der seit 1976 im Saarland lebt. Hinzu komme, dass ihm politisches Kabarett keinen Spaß mehr mache. Wenn man nicht "brav dem links-grünen Mainstream nachplappert" und sich stattdessen traue, "abweichende und unbequeme Meinungen" zu äußeren, werde man oft "in die rechte Ecke gestellt". "Das muss ich mir nach 40 Jahren auf der Kabarett-Bühne nicht mehr antun."

Prozess um Rassismusvorwürfe verloren

Schönauer hatte zuletzt einen Gerichtsprozess gegen einen Blogger aus Dudweiler verloren, der ihm Rassismus unterstellt hatte. Anlass waren Äußerungen gewesen, die Schönauer bei einem Bühnenauftritt mit seinem Programm "Doppelhirn" gemacht hatte.

Für sein Leben im kabarettistischen Ruhestand hat Schönauer bereits Pläne: Er will Bücher schreiben, einen Video-Blog aufmachen und möglicherweise noch den ein oder anderen Auftritt bei einer Gala oder einen Feier bestreiten.

Über dieses Thema hat auch die Region am Nachmittag auf SR3 Saarlandwelle am 16.09.2019 berichtet.

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