Ankunft von Frauen aus dem Lager Noé im Lager Gurs an einem regnerischen Tag im März 1941. (Foto: Mémorial de la Shoah, Paris)

Ausstellung zur Deportation von Juden

  08.04.2021 | 09:26 Uhr

Im Saarland ist die Landesausstellung "Gurs 1940" eröffnet worden. Sie dokumentiert die Deportation von Juden in das Lager am Rand der französischen Pyrenäen.

Hunderte Menschen deportiert

Insgesamt wurden in Gurs rund 500 Menschen aus dem Saarland interniert. Rund 40 Prozent von ihnen starben.

Die Ausstellung "Gurs 1940" ist überregional angelegt. Sie dokumentiert, was am 22. Oktober 1940 im südwestdeutschen Raum geschehen ist und erklärt Hintergründe der Ereignisse.

An einem Tag 6500 Menschen verschleppt

An diesem Tag wurden 6500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland nach Gurs am Rand der französischen Pyrenäen verschleppt. Aus dem Saarland wurden an diesem Tag 134 Menschen in das Konzentrationslager gebracht.

Video [aktueller bericht, 08.04.2021, Länge: 2:24 Min.]
Ausstellung zur Deportation von Juden in den französischen Pyrenäen

DIe Berliner Bildungs- und Gedenkstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“ hat die Ausstellung im Auftrag der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland zusammengestellt. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Ausstellungsorte im Saarland

Bis zum 7. Mai ist "Gurs 1940" im Alten Rathaus in Saarbrücken zu sehen. In der Evangelischen Stadtkirche in St. Wendel wird die Ausstellung bis zum 25. April gezeigt, im Stadtarchiv Homburg bis zum 16. Juli.

Die Exponate im Format DIN A 1 können auch von Schulen und Bildungseinrichtungen ausgeliehen werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung hat die Gedenkstätte "Haus der Wannsee-Konferenz" im Internet veröffentlicht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.04.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja