Blick auf Kunstwerke in der Arthothek, Saarlouis (Foto: Stadt Saarlouis/Foto Sascha Schmitt/Pressefoto)

Artothek: Kunst zum Ausleihen

  16.12.2018 | 09:36 Uhr

Die eigenen vier Wände mit einem originalen Kunstwerk zu schmücken, sprengt häufig den Preisrahmen. Mit der Artothek, soll das anders werden. Kunst für kleines Geld auf Leihbasis - das ist das Konzept der Artothek, die bereits 1600 Werke umfasst.

Die Artothek ist der neue Zweig des Instituts für Aktuelle Kunst im Saarland. Kunstbegeisterte können im Internet nach Werken saarländischer Künstler stöbern und sie dann in Saarlouis ausleihen. Aber auch vor Ort kann gestöbert werden. Im Schauraum des Instituts für Aktuelle Kunst wird eine breite Auswahl gezeigt. Die Gebühr für ein halbes Jahr beträgt 30 Euro, für Studenten sogar nur 15 Euro. Praxen, Kanzleien sowie für gewerbliche Einrichtungen zahlen 50 Euro.

Kunst soll verständlich werden

Kunst zum Ausleihen
Audio [SR 2, LIsa Krauser, 13.12.2018, Länge: 02:57 Min.]
Kunst zum Ausleihen

Dabei steckt eine Menge Arbeit in der Artothek. Knapp 1600 Werke wurden dokumentiert und in die eingepflegt. Das Institut für Aktuelle Kunst will mit seinem Künstlerknowhow und dem "Zentrum für Künstlernachlässe" noch stärker öffentlich wirksam werden. „Kunst wird erst verständlich, wenn sie unter uns kommt“, sagt der Direktor des Instituts, Professor Jo Enzweiler. Dabei gehe es sowohl um die Kunstvermittlung, aber auch darum, die eigene Forschungsarbeit transparent zu machen. „Wir haben großes wissenschaftliches Potential, das wir unter die Leute bringen wollen. Wir müssen die Leute mitnehmen, unsere Forschungsarbeit bekannter machen und dass die Menschen nachfragen und sich mit unserer Arbeit auseinandersetzen", erklärt Enzweiler.

Die Artothek speist sich aus drei Quellen: aus einer Saarbrücker Galerie, dem Depot der Kunsthochschule und Nachlässen saarländischer Künstler. Auszuleihen sind bekannte Künstler des 20. Jahrhunderts wie Günter Uecker, Oskar Holweck oder Lukas Kramer.

Über dieses Thema wurde auch auf SR 2 KulturRadio am 13.12.2018 berichtet.

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