Saxophon (Foto: pixabay/dlohner)

Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe um Jazzfestival

Axel Burmeister / mit Informationen von Thomas Gerber   28.12.2017 | 11:19 Uhr

Nach den finanziellen Ungereimtheiten beim Saarbrücker Jazzfestival untersucht nun die Staatsanwaltschaft die Vorgänge. Sie prüft den Anfangsverdacht des Betruges. Möglicherweise wurden Gagen an Künstler nicht gezahlt.

Die Saarbrücker Staatsanwaltschaft hat ein Vorermittlungsverfahren gegen den Vorsitzenden des Fördervereins Jazz Syndikat, Wolfgang Krause, eingeleitet. Geprüft werde der Anfangsverdacht des Betruges. Auf SR-Anfrage hieß es, dies erfolge nach Berichten in den Medien. Krause soll die Gagen zahlreicher Künstler nicht gezahlt haben. Er ist seit längerem nicht erreichbar. Der Etat des Festivals soll zuletzt bei rund 96.000 Euro gelegen haben. Von der Stadt kamen pro Jahr 32.000 Euro.

Mitgliederversammlung verlangt

Die Stadt Saarbrücken hofft auf eine rasche Aufklärung der Probleme beim Saarbrücker Jazzfestival. Kulturdezernent Thomas Brück sagte dem SR, man habe den Verein Jazz-Syndikat aufgefordert, so schnell wie möglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen und eine Sonderkassenprüfung vorzunehmen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 28.12.17 berichtet.

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