Wolf-Dietrich Stahnke (Foto: Öttinger)

Wolf-Dietrich Stahnke gestorben

  31.08.2018 | 09:26 Uhr

Der langjährige SR-Korrespondent Wolf-Dietrich Stahnke ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren. Unter anderem war er Plusminus-Moderator, Chef des Bonner ARD-Büros und Europa-Korrespondent in Brüssel.

Für den Saarländischen Rundfunk und die ARD war er ein Aushängeschild. Vier Jahrzehnte saarländisches, deutsches und europäisches Zeitgeschehen hat Wolf-Dietrich Stahnke als Berufspendler zwischen Saarbrücken, Bonn, Brüssel und Straßburg in verschiedenen Funktionen journalistisch begleitet und aufbereitet.

"Messerscharfer Analyst und mutiger Kommentator"

Nach einer Station bei der „Saarbrücker Allgemeinen Zeitung“ war er zunächst Filmemacher beim SR Fernsehen, dann SR-/ARD-Europa-Korrespondent in Brüssel, Leiter des Aktuellen Fernsehens des SR, ARD-Kommentator, Plusminus-Moderator und Chef des Bonner Büros. Wolf Dietrich Stahnke war aber auch auf der anderen Seite, der Seite der Sprecher und PR-Leute, tätig: So war er neun Jahre lang Sprecher der SPD-Landtagsfraktion im Landtag des Saarlandes.

„Er hat die politische Berichterstattung des Saarländischen Rundfunks als aufmerksamer Beobachter, messerscharfer Analyst und mutiger Kommentator über Jahrzehnte wesentlich geprägt. Der Saarländische Rundfunk sagt danke und trauert mit seiner Tochter, SR-Journalistin Susanne Stahnke, und der gesamten Familie um Wolf-Dietrich Stahnke“, sagte der Intendant des Saarländischen Rundfunks, Professor Thomas Kleist.

Vom Journalismus zur Politik und wieder zurück

Am 21. März 1942 in Breslau geboren, zog Wolf-Dietrich Stahnke im Alter von 20 Jahren ins Saarland. Hier lernte er seine Frau Heidi kennen und begann seine journalistische Laufbahn im Printbereich. 1967 kam er erstmals zum SR – als Reporter und Realisator. Nach drei Jahren beim Regionalfernsehen wechselte Stahnke als Fraktionspressesprecher der saarländischen SPD- Landtagsfraktion in die Politik.

Neun Jahre später hieß es zurück zum SR als Europakorrespondent in Brüssel. 1986 übernahm er die Leitung des Aktuellen Fernsehens – man sah und hörte ihn als Kommentator und Moderator vom Plusminus im Ersten. 1990 kam das Korrespondentenblut in ihm wieder durch, und er widmete sich als Chef des Bonner Büros wieder der großen und kleinen Politik in der ehemaligen Bundeshauptstadt und als „unser Mann für Europa“.

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