Christa Heimrich-Frischkorn: eine Radio-Macherin mit Musik im Blut

 

Von Axel Buchholz

Christa Heimrich-Frischkorn (*29. 9. 1931) war von 1954 bis 2001 bei Radio Saarbrücken und dann beim Saarländischen Rundfunk tätig. Bekannt und beliebt wurde sie als „Tante Christa mit den Funkhasen“. Ihre erste Kinderfunksendung machte sie 1954. Als 1974 ihre Tochter Sabine geboren wurde, zog sich die junge Mutter aus dem Kinderfunk zurück.

Der Kinderfunk des Saarländischen Rundfunks blieb aber nicht ihr einziges Arbeitsgebiet im Radio. Und das Radio nicht ihr einziges in einem Arbeitsleben von mehr als sechs Jahrzehnten.

Als Mitarbeiterin verschiedener kultureller Sendungen hatte sie schon parallel zum Kinderfunk gearbeitet und das tat sie auch weiterhin. Ab 1982 kam auf der zwei Jahre zuvor geschaffenen Saarlandwelle die Sendereihe „Singendes, klingendes Dreiländereck“ hinzu. Christa Frischkorn-Heimrich wurde nach Peter Maronde bald die ständige Moderatorin dieser öffentlichen Sendung. Meist im Großen Sendesaal des SR-Funkhauses auf dem Halberg, aber auch bei zahlreichen Außenübertragungen stellte sie allmonatlich regionale Musikgruppen oder Chöre vor und interviewte deren Dirigenten oder Solisten. Im Jahr 2001 wurde sie in dieser Sendung öffentlich in den Ruhestand beim SR verabschiedet.  

Bereits Mitte der siebziger Jahre hatte Christa Heimrich-Frischkorn ihr eigenes „Kindermusikstudio für musikalische Früherziehung“ gegründet. Generationen von Kindern lernten dort bis 2012 das Musizieren und Theaterspielen. Das Kindermusikstudio machte regelmäßig die Begleitmusik bei Christa Frischkorns Märchenstücken und Kindermusicals. Diese fanden zuerst im Theater im Stiefel in Saarbrücken und danach im Saarbrücker Schlosskeller als fester Spielstätte statt.

Besondere Ereignisse waren die Konzerte des „Kindermusikstudios“ in der Saarbrücker Ludwigskirche. Außerdem standen regelmäßig Gastspiele auf dem Spielplan der Kinder, so zum Beispiel in Berlin, Elmshorn, München, Michelstadt und Wiesbaden. In der Provence/Frankreich begeisterte das Kinderensemble mit „Aschenputtel“ und „Hilfe, der Zoo ist pleite“, beides in französischer Sprache.

So manche Produktion des Kindermusikstudios findet man noch heute in den Regalen der Schulbibliotheken. Und bis heute ist Christa Heimrich-Frischkorn ehrenamtlich an Grundschulen tätig und bringt Kindern das Flötenspiel bei. Zur Belohnung dürfen die Kinder nach erfolgreicher Arbeit zu Christas Akkordeonklängen tanzen.

Artikel mit anderen teilen