Ein Nachmittag im Museum der unvergessenen Geräusche: Sprecherteam (Foto: Oliver Dietze)

SR-Hörspiel zum Prix Europa nominiert

  27.08.2019 | 12:38 Uhr

Die ARD hat das das SR-Hörspiel „Ein Nachmittag im Museum der unvergessenen Geräusche“ von Christoph Buggert für den "Prix Europa" nominiert, ein Festival, anlässlich dessen seit 1987 die besten Medienproduktionen des Kontinents vorgeführt und ausgezeichnet werden. der diesjährige "Prix Europa" findet von Sonntag, 6. Oktober, bis Freitag, 11. Oktober, in Potsdam statt.

Das Hörspiel

Da war dieses Geräusch – in einer ganz entspannten, harmlosen Situation taucht es auf und erinnert ihn an die Front, die sich drohend weiter vorschob, seiner Heimatstadt entgegen, an die Flucht davor, noch als Kind. Hört er dieses Geräusch, auch noch Jahrzehnte später, sind der Krieg und das ihm eigene Grauen wieder da.

Andere bedeutsame Geräusche gab und gibt es in seinem Leben, mit jedem ist ein Erlebnis verbunden, viele verweisen auf die Kriegszeit und die ersten Jahre danach. Nicht nur in Form der Geräusche lebt der Krieg in ihm weiter.

Der Autor

Christoph Buggert, 1937 in Stargard geboren, in Halle und Bremen aufgewachsen. 1967 Promotion über Adalbert Stifter. Seit 1972 bis zur Pensionierung in wechselnden Funktionen beim hr, unter anderem als Leiter des Hörspiels. Seit den 1960-er Jahren ist er auch als Autor hervorgetreten, mit Romanen (zuletzt: „Im vierten Zimmer der Zeit“ 2014) und rund 20 Hörspielen. Für „Vor dem Ersticken ein Schrei“ (WDR) erhielt er 1977 den Hörspielpreis der Kriegsblinden. Zuletzt: „Schachabend – Kriminaloper“ (BR 16).

Mit Wolf Dietrich Sprenger, Christiane Motter und Oliver Urbanski

Regie: Katharina Bihler
Musik: Stefan Scheib
Produktion: Liquid Penguin Ensemble für SR/MDR 2019

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