Szene aus dem Film 'Cronofobia' (Foto: Imagofilm Lugano)

"Fritz-Raff-Drehbuchpreis" für Gambaro und Rizzi

  19.01.2019 | 22:30 Uhr

Der "Fritz-Raff-Drehbuchpreis" des 40. Filmfestivals Max Ophüls Preis geht an Daniela Gambaro und Francesco Rizzi für den Film "Cronofobia".


Die Jury – Daniel Blum (ZDF), Oliver Hottong (SR) und Nora Lämmermann (Autorin) – begründete ihre Entscheidung wie folgt:

"Am Anfang darf man rätseln, zu welcher Geschichte man geladen ist. Am Ende weiß man: Es ist nicht nur eine Geschichte über Schuld und Schmerz, sondern vor allem über die Möglichkeiten der Liebe. Wie das Drehbuch die Figuren aus ihrer schicksalhaften Verstrickung befreit, das ist für einen Debütfilm beeindruckend erzählt. In der Kunst der Auslassung und der Andeutung, in dem gekonnten Spiel mit Motiven und Genreelementen entfaltet sich eine komplexe und zärtlich geführte Beziehung zweier Menschen. Die auch deshalb wahrhaftig wirkt, weil der Film da weiter erzählt, wo andere aufhören."


Zum Inhalt:

Michael Suter ist ein eigenbrötlerischer Mann, permanent in Bewegung und auf der Flucht vor sich selbst. Tagsüber reist er in seinem weißen Transporter durch die Schweiz und testet inkognito den Kundenservice von exklusiven Boutiquen und Hotels. Doch in der Nacht beobachtet er heimlich Anna, eine rebellische Frau, die ein großes Trauma zu überwinden versucht. Als sie seine Obsession für sie entdeckt, entspinnt sich zwischen den beiden eine zärtlich-verstörende Beziehung. (Schweiz 2018)


Zur Förderung der Arbeit von Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren im Nachwuchsbereich vergeben der Saarländische
Rundfunk und das ZDF im Rahmen des Festivals einen mit 13.000 Euro dotierten Drehbuchpreis. Der Preis wird einer Autorin oder einem Autor eines bereits verfilmten Buches aus dem Wettbewerb Spielfilm zugesprochen.

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