Violinkonzert von Henri Marteau – CD-Neuerscheinung der Deutschen Radio Philharmonie (Foto: DRP)

Violinkonzert von Henri Marteau – CD-Neuerscheinung der Deutschen Radio Philharmonie

  16.01.2019 | 16:00 Uhr

Henri Marteau – 1874 in Reims als Sohn eines französischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren – war einer der bedeutendsten Geiger und Violinpädagogen seiner Zeit. Der Geiger Nicolas Koeckert und die Deutsche Radio Philharmonie unter der Leitung des Dirigenten Raoul Grüneis präsentieren jetzt eine brillante Ersteinspielung des im spätromantischen Stil gehaltenen Violinkonzerts von Henri Marteau.

Autograph und Orchesterleihmaterial des Werks sind verschollen. Mit Hilfe des Klavierauszugs und eines Probenmitschnitts des WDR Sinfonieorchesters hat Raoul Grüneis das Werk reorchestriert. Begeisterung bei Publikum und Kritik weckte die Uraufführung dieser Fassung. Das Werk schicke den Zuhörer beeindruckter nach Hause als manch anderes im Repertoire etablierte Violinkonzert, urteilte Torsten Kohlschein in der Freien Presse.

Kaum Erfolg zu Lebzeiten

Zu Lebzeiten fand das kompositorische Schaffen von Henri Marteau trotz einiger Achtungserfolge kaum Beachtung. Aufgrund seiner französischen Staatsbürgerschaft wurde er während des gesamten ersten Weltkrieges in Deutschland inhaftiert oder unter Hausarrest gestellt. Während dieser Internierung schrieb er das hier von der Deutschen Radio Philharmonie bei dem Label Solo Musica eingespielte Violinkonzert sowie die ebenfalls auf der CD zu hörenden Serenade für Bläseroktett op. 20.

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