35 Jahre Deutsch-französischer Journalistenpreis (Foto: SR)

Deutsch-Französischer Journalistenpreis: Ausschreibung 2019

  09.01.2019 | 12:09 Uhr

Die Ausschreibung des Wettbewerbs Deutsch-Französischer Journalistenpreis (DFJP) 2019 ist gestartet. Bis zum 1. März können sich Journalisten und Redaktionen mit deutsch-französischen Themen bewerben. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, 3. Juli 2019, in Paris statt.

Nationalismus, Populismus, Brexit, Europäischer Zusammenhalt, Migration, Terroranschläge, Umweltschutzpolitik und soziale Rebellion. Das sind Schlagzeilen, die derzeit den europäischen Kontinent prägen. Droht Europa gar auseinanderzubrechen und befinden wir uns vielleicht sogar am Vorabend einer neuen Weltordnung? Oder werden sich am Ende doch die Vernunft und die unbedingte Sehnsucht nach Frieden und sozialem Wohlstand durchsetzen? Vor dieser politischen Kulisse startet der Deutsch-Französische Journalistenpreis (DFJP) seine Ausschreibung für den Wettbewerb 2019.

Grenzüberschreitendes Ereignis im Geiste der Europäischen Union

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis gehört seit über 35 Jahren zu den wichtigsten Medienauszeichnungen Europas. Die Veranstalter laden alle interessierten Journalistinnen, Journalisten und Redaktionen dazu ein, sich an der Ausschreibung 2019 zu beteiligen. Der Vorstandsvorsitzende des Deutsch-Französischen Journalistenpreises und Intendant des Saarländischen Rundfunks, Professor Thomas Kleist, verweist auf die Bedeutung des Preises als grenzüberschreitendes Ereignis im Geiste der Europäischen Union: „Das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich steht angesichts der Europawahlen im Mai 2019 noch stärker im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung und auch auf der Agenda der Medien, als bisher. Hinzu kommt aber der spürbare Unmut vieler Menschen über ihre eigene soziale Situation. Andererseits sind sich viele darüber im Klaren, dass ein geeintes Europa die beste Garantie für Frieden, Freiheit und sozialen Wohlstand ist. Wir erwarten, dass sich diese ambivalente Situation auch bei den Einreichungen zum diesjährigen Wettbewerb widerspiegeln wird.“

Auch Leser/Hörer/Zuschauer können Beiträge einreichen

Eingereicht werden können Einzelbeiträge, Serien, Blogs und Dossiers, kurze und lange Formate in den Kategorien Video, Audio, Textbeitrag und Multimedia. Auch Leserinnen und Leser, Hörerinnen und Hörer sowie Zuschauerinnen und Zuschauer können dem DFJP preiswürdige Arbeiten vorschlagen.

Der Preis richtet sich an Autorinnen und Autoren, die sich kreativ, kritisch, einfühlsam oder auch humorvoll mit der Tagesaktualität, ihren Hintergründen und den jeweiligen Protagonisten auseinandersetzen und so zu einem besseren Verständnis zwischen Deutschland und Frankreich im europäischen Kontext beitragen. Dazu zählen auch Publikationen, die in einem anderen Staat als Deutschland und Frankreich veröffentlicht worden sind. Der Preis ist mit insgesamt 30.000 € dotiert.

Praktische Hinweise

Die Beiträge können bis zum 1. März 2019 eingereicht werden. Sie müssen zwischen dem 2. März 2018 und dem 1. März 2019 erstmals veröffentlicht worden sein. Das Team des DFJP ist gerne bereit, unabhängig von der Konfiguration einzelner Beiträge, Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Einreichung ihrer Beiträge für die jeweilige Kategorie zu unterstützen. Die Anmeldungen werden ausschließlich über das Online-Formular unter https://dfjp.eu/ Einreichungen entgegengenommen. Die Preisverleihung findet am 3. Juli 2019 in Paris statt.

Der DFJP

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis (DFJP) wurde 1983 zum 20. Jubiläum des Élysée-Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich ins Leben gerufen. Er gehört heute zu den wichtigsten Medienpreisen in Europa; Mitglieder sind der Saarländische Rundfunk (SR) als Federführer, Deutschlandradio, Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), France Télévisions, Europe 1, ARTE, Deutsche Welle (DW), Le Républicain Lorrain, Deutsches Städte-Network (DSN), Radio France, Saarbrücker Zeitung, Tageblatt, Google Deutschland GmbH, SaarLB, Gustav-Stresemann-Institut (GSI), Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW), Deutsch-Französische Hochschule (DFH), Fondation Robert Schuman und die Stiftung Genshagen.

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