Christoph von Marschall - Wir verstehen die Welt nicht mehr (Foto: Herder Verlag)

Fragen an den Autor mit Christoph von Marschall

  13.11.2018 | 15:43 Uhr

Mit der Außen-, Sicherheits- und Europapolitik des wirtschaftlichen "Musterknaben" Deutschland ist es längst nicht mehr so weit her, wie Berlin gerne glauben machen möchte. Das ist jedenfalls die Überzeugung des Historikers und Journalisten Christoh von Marschall. Darüber redet er in "Fragen an den Autor". Zu hören am kommenden Sonntag, 18. November, 9.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio.

Deutschland müsse sich "von vielen kleinen Lügen über seine Sonderrolle" trennen und sich ehrlich darüber machen, dass die Vertretung eigener Interessen nicht immer im Interesse einer besseren Welt sei, so von Marschalls Forderung. Er wirft der Bundesregierung vor, politischen Grundsatzdebatten schon viel zu lange aus dem Weg zu gehen – etwa, was die internationale Sicherheitspolitik oder den Umgang mit Migrationsströmen angeht. Es genüge angesichts globaler Verwerfungen eben längst nicht mehr, eine Haltung der Selbstisolierung und der moralischen Selbstüberhebung zu pflegen.

Wie Deutschland seinen Einfluss als viertgrößte Wirtschaftsmacht des Planeten für alle gewinnbringend einsetzen könnte, dazu macht von Marschall in seinem aktuellen Buch "Wir verstehen die Welt nicht mehr – Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden" eine Reihe von Vorschlägen.

Am kommenden Sonntag, 18. November, 9.04 Uhr auf SR 2 KulturRadio.

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